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THE ACCESSORY TRANSIT COMPANY OF NICARAGUA

THE ACCESSORY TRANSIT COMPANY OF NICARAGUA7% Bond über $ 5.000; # 18 ; New York, 9. Februar 1856; rückzahlbar am 9. Februar 1857;
Farbe: beige, grau, schwarz; Maße: 21 X 32 cm;
Originalunterschriften 2 X (Commodore) Cornelius VanDerbilt (1794-1877)
(vorderseitig als President, rückseitig quittiert er eigenhändig am 26. August 1856
den Empfang der halbjährlich fälligen Zinsen zum 9. August 1856 in Höhe von Dollar 158, 47/100.

Rarität!

Schätzpreis EUR 25.000,- - 35.000,-
Ausruf: EUR 18.500,-


Besonderheit: Als Sicherheit für diese Anleihe wurde das Vanderbilt Schiff "Uncle Sam" vorderseitig eingetragen.
Der Dreimastsegler Uncle Sam wurde bei Perine, Patterson und Stack in Williamsburg gebaut und befuhr unter Kapitän Mills ab 1852 die Linie New York-Aspinwall bis Mai 1853. Commodore Vanderbilt kaufte die Uncle Sam im Juni 1853, die dann für die Accessory Transit die Linie San Francisco-San Juan de Sur befuhr. 1859 ging die Uncle Sam auf die New York and California Steamship Company über, fuhr 1860 - 61 für die Pacific Mail Steamship Company und wurde 1866 an die James S. Hermann and Company of Panama verkauft, die Uncle Sam wurde stillgelegt im Jahre 1876.

Historie
Den großen Persönlichkeiten der Geschäftswelt haben wir heute unseren wirtschaftlichen Standard zu verdanken. Mit dem Wirken der Kaufleute und Gewerbetreibenden entstanden Arbeitsplätze, blühten die Großstädte auf. Der Name Vanderbilt ist ein Beispiel dafür. Unzertrennbar mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Amerikas verbunden, wird er in einem Atemzug mit der Geschichte des transatlantischen Seeverkehrs genannt, mit dem Aufschwung der amerikanischen Handelsflotte und in späten Jahren mit dem Aufschwung der Eisenbahn, und mit der Erfindung der beliebten Kartoffelchips.
Die wurden erstmals 1853 von dem indianischen Koch George Crum in einem vornehmen Hotel in Saratoga Springs im US-Staat New York zubereitet.
Commodore Cornelius Vanderbilt war ein äußerst anspruchsvoller Kunde des Hotels. Die Geschichte erzählt, er habe während eines Dinners mehrfach das Essen in die Küche zurückgeschickt mit der Bemerkung, seine gebratenen Kartoffeln seien nicht dünn genug geschnitten. Georg Crum entschloß sich, dem unbequemen Kunden eine Lektion zu erteilen. Er schnitt die Kartoffeln in hauchdünne Scheibchen und wendete sie leicht in siedendem Öl, bis sie knusprig und goldgelb waren. Crums sogenannter Scherzartikel "Kartoffelchips" (oder potato crips, wie sie die Engländer heute noch nennen), wurden ein durchschlagender Erfolg.

Cornelius VanDerbilt (1794-1877)Am 27. Mai 1794 wurde Mynheer Cornelius Vanderbilt als Sohn holländischer Einwanderer, die kurz nach der Gründung New Yorks nach Amerika auswanderten, auf Staten Island geboren. Zu jener Zeit war die Insel in große Grundstücke aufgeteilt, die von ihren Bewohnern landwirtschaftlich genutzt wurden. Die erzeugten Erträge wurden dann auf den New Yorker Märkten verkauft. Vanderbilt, der Ältere kam, nachdem er sein eigenes Boot auch zur Beförderung fremder Marktwaren verliehen hatte, auf die Idee, ein Fährboot - ferry boat - herzustellen, das regelmäßig jeden Morgen nach New York abfuhr und jeden Nachmittag von dort zurückkehrte. Cornelius Vanderbilt, dem man den allen Holländern eigenen, unwiderstehlichen Tätigkeitstrieb nachsagte, hielt wenig von der Schule und richtete sich mehr auf die praktische Seite des Lebens ein. Zufall und Geschäfte führten ihn, wenn er in die Stadt kam, an dem Platz vorbei, wo der Schiffsbaumeister Brown für Robert Fulton den ersten Dampfer erbaute. Cornelius Vanderbilt war gerade 13 Jahre alt, als die Clermont als erstes Dampfschiff ihre Jungfernfahrt aufnahm.
Cornelius Vanderbilt kaufte sich, mit von der Mutter geborgten 100 Dollar, sein erstes Boot und stürzte sich in die Selbständigkeit. Rauhbeinig, sparsam und arbeitsam zahlte er binnen kurzer Zeit seiner Mutter das Geld zu deren Erstaunen zurück. Bald hatte er genug verdient, um sich ein zweites Boot leisten zu können und lebte fast nur auf dem Wasser, was ihm seinerzeit den Beinamen "Cornelius, der Bootsmann" einbrachte.
Mit 20 Jahren heiratete er Sophia Johnson aus Port Richmond (Staten-Island). Das Paar siedelte nach New York über, wo Vanderbilt mit seinem Schwager De Forrest einen größeren Schoner, die "Charlotte" baute. Bald lernte er den vermögenden Thomas Gibbons kennen, der ihn als Kapitän auf seinen Schiffen anheuerte, und der den Transport von New York nach Philadelphia und nach Neu-Braunschweig betrieb.12 Jahre fuhr Vanderbilt für Gibbon. Dann machte er sich wieder selbständig und baute in den folgenden 20 Jahren seine eigene Flotte auf. Ende der 1830er Jahre betrug die Zahl seiner Union-Dampfer bereits rund 1.000.
Zur selben Zeit wurden die Goldfelder in Kalifornien entdeckt und in den folgenden Jahren trieb das Goldfieber Ströme von Goldsuchern in das Dorado. Der außerordentlich ansteigende Warentransport auf die andere Seite des Weltmeeres ließ die Herstellung kürzerer Verbindungswege zwingend notwendig werden. Infolgedessen wurde versucht, eine Eisenbahn über die Landenge von Panama zu bauen. Gleichzeitig wurde die "Postdampfschiffahrts-Gesellschaft des Stillen Ozean" - Pacific Mail Steamship Company- gegründet. 1855 war der Bau der Eisenbahn vollendet, die Dampferlinie wurde bereits 1848 eröffnet. Der ungeheure Umweg, den diese zurücklegen mußten, brachte Vanderbilt auf den Gedanken, eine kürzere Route zu ermitteln. Er beschloß, einen Landweg zu ermitteln, um so eine regelmäßige Seeverbindung von New York nach San Francisco zu errichten.
Diesen Plan legte er der Regierung von Nicaragua vor und erhielt von derselben 1849 die Genehmigung und das ausschließliche Transitrecht zwischen den Weltmeeren, sowohl per Schiff als auch per Bahn. Am 24. Dezember 1850 fuhr der Commodore mit seiner neu erbauten "Prometheus" nach Nicaragua ab. Die Mitglieder der ihn begleitenden Kommission durchquerten teils zu Fuß, teils hoch zu Roß, bald in Tragbahren die Sümpfe und Moräste, mußten durch unbetretenen Urwald oder im offenen Boot den Weg ausfindig machen und kartographisch zu Papier bringen. Danach befuhr Vanderbilt mit dem kleinen Dampfboot "Direktor" den San Juan Fluß aufwärts. Hier ließ er das Schiff mit Mühe über Stromschnellen bis nach Nicaragua bugsieren.
Hafenplatz am Stillen Ozean war San Juan del Sur. Inzwischen gründete Cornelius Vanderbilt die Accessory Transit of Nicaragua und konnte im Juli 1851 die Route nach Kalifornien via Nicaragua eröffnen. Die Mühen hatten sich gelohnt.
Bereits nach kurzer Zeit wurde die Route eine der am stärksten frequentierten, so daß der Fahrpreis von 600 Dollar auf 300 Dollar pro Passage gesenkt werden konnte.

Vanderbilt baute eine Reihe von erstklassigen Routendampfern, die er am 1. Januar 1853 auf die National Transit of Nicaragua übertrug. 1856 wurde er zum Präsidenten der National Transit gewählt.
Nun, da er ein Mann mit großem Vermögen geworden war, erfüllte er sich seinen Lebenstraum und baute nach eigenen Entwürfen die North Star, die auf der Vignette des hier angebotenen Bonds zu sehen ist. Diese baute er für seine berühmte Europareise 1853, die zugleich nach seinen eigenen Angaben sein allererster Urlaub war. Baukosten: 500.000US $, heute ca. 50 Mio. US $, eine enorme Summe in der Zeit, als Millionäre in den USA noch so selten waren, daß dieses Wort in den Zeitungen gesperrt gedruckt wurde.
Die North Star mit ihren 2500 Tonnen Wasserverdrängung galt als die luxuriöseste Yacht ihrer Zeit und ihre mächtige Dampfmaschine erregt die Bewunderung der damaligen Schiffsingenieure.
Am 19. Mai 1853 trat der Commodore mit seiner ganzen Familie, einschließlich Schwiegersöhnen und engen Bekannten, eine mehrmonatige Europareise an, auf der er von den führenden Fürstenhäusern Europas, u.a. der Kaiserin Eugenie von Frankreich und vom russischen Zar, empfangen wurde.


Der Transit War
Zur Absicherung seiner Interessen setzte Vanderbilt für die Zeit seiner mehrmonatigen Abwesenheit Charles Morgan und Commodore Cornelius Garisson als seine Bevollmächtigten für seine Firma "The Accessory Transit Co. (of Nicaragua)" ein, die sehr profitabel den Karibikhandel betrieb und insbesondere Goldsucher von der Ostküste der USA über den Golf von Mexico und dann den San Juan River und den Lake Nicaragua ( in den mittelamerikanischen Staat Nicaragua ) nach Kalifornien transportierte.
Die Accessory Transit war zu dieser Zeit mit 7.870.000 $ die höchstkapitalisierte Gesellschaft an der New Yorker Börse Wall Street und ihre Aktien gehörten zu den meist gehandelten Papieren. Morgan und Garrison mißbrauchten jedoch ihre Vertrauensstellung und brachten die Gesellschaft unter ihre Kontrolle, kaum das der Commodore Vanderbilt die USA verlassen hatte: der Transit War war eröffnet. Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Europa im Herbst 1853 ging Vanderbilt mit seinem berühmten Brief an Garisson und Morgan zum Gegenangriff über: "Gentleman: You have undertaken to cheat me. I won`t sue you, for the law is too slow. I`ll ruin you. Yours truely, C. Vanderbilt".

Zwar gelang es Vanderbilt nicht, Morgan und Garrison zu ruinieren, so wie er es angekündigt hatte, doch konnte er seine Gegner innerhalb von 3 Jahren, u.a. durch Aktien- und Anleihenaufkäufe, wieder aus der Firma verdrängen. Nachdem Vanderbilt 1856 die Kontrolle wiedergewonnen hatte, verhandelte er seine Verträge über die Transitrechte mit der Regierung von Nicaragua neu. Gleichzeitig untergrub er die Erträge der Gesellschaften seiner ehemaligen Partner und nunmehrigen Konkurrenten mit einer aggressiven Geschäftspolitik.
Nach langen Verhandlungen, die seit etwa März 1858 besonders intensiv waren, gelang es Commodore Vanderbilt am 6. November, die letzten abschließenden Vereinbarungen mit Nicaragua zu treffen, die ihm die vollständigen und ausschließlichen Transitrechte durch Nicaragua für 50 Jahre ( mit Verlängerungsoption ) garantieren. Daraufhin gaben sich Morgan, Garrison und andere Rivalen geschlagen und bezahlten an Commodore Vanderbilt fortan 672.000 $ (heute mehr als 50 Mio. DM) jährlich allein dafür, daß er sich aus dem Nicaraguageschäft zurückzog, d.h. dafür, daß Vanderbilt stillhielt und seine Schiffe keinem Risiko aussetzen brauchte. Mit diesen Profiten und dem Erlös aus dem Verkauf von Schiffen konnte Vanderbilt knapp 2 Jahre später groß ins Eisenbahngeschäft einsteigen. EF-VF
Rarität!

Schätzpreis EUR 25.000,- - 35.000,-
Ausruf: EUR 18.500,-

 


The History of the Transit War


In spring of the year 1853, Commodore finished the construction of his steam sailing-vessel North Star, which was built after his own design. The building of the North Star caused costs of 500.000 Dollar, an unbelievable sum, during a time when millionaires were that rare, that this word was printed spaced out in the newspapers.
The North Star had a displacement of water of 2.500 t and was the most luxurious yacht of her time. Her powerful steam-engine excited the admiration of the ship-engineers. At the 19th of May 1853 Commodore started a travel to Europe, which should take a few month. On board was his family, including his sons-in-law and some close friends. During this trip he was welcomed at the empress Eugenie of France and from the Russian tsar. To secure his interests Vanderbilt made for the time of his absence Charles Morgan and Commodore Cornelius Garrison his authorised
agents for his company "The Accessory Transit Co. (of Nicaragua)", which ran a very successful Caribbean commerce and in particular transported gold-diggers from the east-coast of the USA over the gulf of Mexico, then down the San Juan River and the Lake Nicaragua (in the middle-American state Nicaragua) to California.
The Accessory Transit during this time was with 7.870.000$ the company with the biggest capital at the New York stock-exchange Wall Street and her bonds belonged to the most traded securities. Morgan and Garrison abused their position of trust and got the company under their own control, shortly after Commodore Vanderbilt left the United States: the beginning of the Transit War. Immediately after his return from Europe, Vanderbilt started a counter-attack with his famous letter addressed to Garrison and Morgan: "Gentlemen: You have undertaken to cheat me. I won´t sue you, for the law is too slow. I´ll ruin you. Yours truly, C. Vanderbilt".
Vanderbilt did not succeed in ruining Morgan and Garrison, how he claimed to do, but he was able to push his opponents within 3 years out of the company. After Vanderbilt regained the control in 1856, he negotiated new transit-right contracts with the government of Nicaragua. At the same time he undermined the returns of the companies of his former partners with a very aggressive business methods.
After very long negotiations, which were very intense since March 1858, Commodore Vanderbilt managed to make the concluding agreements with Nicaragua, which gave him the complete and exclusive transit-rights through Nicaragua for 50 years (with the option of extension). Thereupon Morgan, Garrison and the other opponents were beaten and paid 672.000$ per year to Commodore Vanderbilt (today around 25 Million Dollar), so that he drew back out of the Nicaragua business, that meant Vanderbilt had to do nothing and his ships had no risks. With these profits and the proceed from the sale of the ships, Vanderbilt was able to get into the railroad business.




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gegründet 1978

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