Auktionshaus Tschöpe
Historische Wertpapiere und Finanzdokumente
Bruchweg 8 - D - 41564 Kaarst
Telefon (49) 02131/602756 + 604814 Ÿ Telefax (49) 02131/667949
______________________________________________________________________

     

47. Auktion Historischer Wertpapiere und Finanzdokumente
5. Mai 2001, 14:00 Uhr in Düsseldorf, Renaissance Hotel

Besichtigung der Lose ab 11:00 Uhr

zur Versteigerung gelangten rund 850 historische Wertpapiere und Finanzdokumente.
(für große Abbildungen bitte auf die Bilder klicken)

Die Auktion war sehr erfolgreich, herzlichen Dank für Ihre Teilnahme.

Aus dem Inhalt:

Sonderteil I:
Versteigerung der Aktiensammlung
England, Irland, Frankreich, Belgien und Luxemburg von Jakob Schmitz

bei Komplettabnahme: Tax DM 880.000 / Ausruf DM 355.000
Taxen/Ausrufe nach Ländern; Taxen /Ausrufe nach Einzelstücken hier
Erläuterungen zum Ablauf der Auktion Description of the proceedings of the auction
Währungsrechner hier / Currency Converter here


Auktion 47 Teil II
Zum Aufruf kamen rund 350 Historische Wertpapiere
aus vielen Branchen und Ländern,
u.a. eine Filmsammlung mit vielen, interessanten Aktien und Anleihen,
national und international sortiert, aus der Frühzeit des Kintop;
Autographenpapiere
mehr dazu hier

Erhaltungshinweise (international)

UNC = UNICIRCULATED (ausgabefrisch, sauber, glatt)
EF = EXTREMELY FINE (kleine Faltspuren oder geringe Flecken)
VF = VERY FINE (Umlaufspuren, jedoch das Druckbild unbeschädigt)
F = FINE (Faltspuren oder kleine Einrisse)
VG = VERY GOOD (starke Umlaufspuren, evtl. Fehlstücke an Ecken und Rändern)
G = GOOD (Wie VG, jedoch evtl. fehlende Stücke im Druckbild)


Sonderteil I: Versteigerung der Aktiensammlung
England, Irland, Frankreich, Belgien und Luxemburg
von Jakob Schmitz

ausführliche Übersichten unter den einzelnen Ländern


dokumentiert und abgebildet in dem 1994 vom Verlag Wirtschaft Finanzen und herausgegebenen Buch:
"Aufbruch auf Aktien"

Aufbruch auf Aktien aus dem Inhalt aus dem Inhalt

Quelle: Verlag Wirtschaft und Finanzen, Verlagsgruppe Handelsblatt

 

"Aufbruch auf Aktien" ist das erste Buch, das in breiter Form die Entwicklung der Aktiengesellschaften von ihrer Frühzeit bis zu ihrer modernen Ausprägung in den Ländern England, Irland, Frankreich, Belgien und Luxemburg darstellt. Anhand ausgewählter und oft äußerst seltener Aktien und Anleihen werden die frühen Spielarten des Wertpapieres bis zum modernen Aktienzertifikat exellent beschrieben und in Farbe abgebildet, vorgestellt. Das großformatige Buch enthält mehr als 500 Aktien und Anleihen aus den Ländern, die den Fernhandel und die Industrialisierung als erste durch Anteilscheine finanzierten, und macht deutlich, wie die Welt durch die Aktie ein neues Gesicht bekam. In der Finanzpresse wurde dem Werk hohe Aufmerksamkeit geschenkt, u.a. berichteten das Capital, die Welt am Sonntag, die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, Die Welt, DM und die Wirtschaftswoche.

Buchbestellungen richten Sie bitte an:
Auktionshaus Reinhild Tschöpe, Bruchweg 8, D 41564 Kaarst
Tel: 02131-602756
FAX: 02131-667949 Preis incl. MwSt: DM 360,-


Zum Aufruf gelangt der gesamte Inhalt dieses Werkes
, hier nun einige Beispiele aus den verschiedenen Ländern, die genaue Aufstellung mit Ausrufpreis, Erhaltungs- und Größenangaben der einzelnen Exponate finden Sie im Katalog zum Download und im Losverzeichnis.


Aus England u.a.:

ausführliche Infos zu England hier

* der Teil England wurde komplett zugeschlagen für DM 117.000
Erläuterungen zum Nachverkauf England finden Sie auf der Startseite

Die East India Company - Begründerin des britischen Weltreichs   Die South Sea Company - eine Seifenblase   LIPTON LIMITED
East India Stock   South Sea Company   Lipton

EAST INDIA,
The United Company of Merchants of England,
Trading to the East-Indies

Aktie über £ 668, ausgegeben am 23. Mai 1795,

Los Nr. 10
Ausruf: DM 23.000,-
Zuschlag *

 

SOUTH SEA COMPANY Aktie über £ 200 vom 30. Nov 1729;

 

 

Los Nr. 11
Ausruf: DM 8.500,-
Zuschlag *

 

LIPTON LIMITED
Aktienzertifikat über 5 shares von 1898; # O44216; Farbe: blau/ weiß;
Gründerzertifikat!

 

Los Nr. 99
Ausruf: DM 1.200,-
Zuschlag *

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

 

VICKERS LIMITED   THE FINANCIAL TIMES   LIVERPOOL FOOTBALL
Vickers Limited   Financial Times   Liverpool Football

VICKERS LIMITED
Anteilschein über 10 shares von 1914; # CO44; Farbe braun/ beige;

 

Los Nr. 65
Ausruf: DM 1.300,-
Zuschlag *

 

THE FINANCIAL TIMES LIMITED
Aktie über £ 160 von 1934; # 5732; Farbe: lila/ weiß;

 

Los Nr. 90
Ausruf: DM 480,-
Zuschlag *

 

THE LIVERPOOL FOOTBALL & ATHLETIC GROUNDS COMPANY LIMITED
Aktie über 5 shares von 1937; # 149; Farbe: schwarz/ weiß;

Los Nr. 101
Ausruf: DM 550,-
Zuschlag *

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

zur Übersicht



Aus Irland, z.B.

ausführliche Infos zu Irland hier

MINING COMPANY OF IRELAND  

ARTHUR GUINNESS SON & CO. LIMITED

  ELECTRIC TELEGRAPH COMPANY
Mining Company Ireland   Arthur Guinness Son & Co   Electric Telegraph

MINING COMPANY OF IRELAND
Aktie über £ 125 ausgegeben in Dublin am 2. Mai 1855; # 704; Farbe: schwarz/ weiß;

Los Nr. 112
Ausruf: DM 300,-
Zuschlag DM 335,-

 

ARTHUR GUINNESS SON & CO. LIMITED
Aktie über £ 50 vom 14. Februar 1894; # 26234; Farbe: schwarz/ weiß;

Los Nr. 118
Ausruf: DM 500,-
Zuschlag DM 600,-

 

Aktienzertifikat über 5 shares vom 2. Juli 1852; # 12356 - 12360; Farbe: schwarz/ weiß;

 

Los Nr. 113
Ausruf: DM 150,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

zur Übersicht

Aus Frankreich u.a.


ausführliche Infos zu Frankreich hier


JACQUES OFFENBACH  

MOULIN - ROUGE

  DIE FREIMAURERAKTIE VON BOUCHER

Theatre de la Gaite

 

MOULIN - ROUGE MUSIC - HALL ET BAL

 

DIE FREIMAURER AKTIE VON BOUCHER

SOCIÉTÉ EN COMMANDITE PAR ACTIONS THÉATRE DE LA GAITÉ
Aktie über frcs. 1.000 vom 19. August 1873; # 83;
Einzig bekannte Aktie mit der Originalunterschrift des großen deutsch-französischen Komponisten Jacques Offenbach (1819-1880)

Los Nr. 317
Ausruf: DM 35.000,-
Zuschlag DM 35.000,-

 

MOULIN - ROUGE MUSIC - HALL ET BAL
Gründeraktie über frcs. 100 vom 30. März 1910; # 44;

 

 

 


Los Nr. 325
Ausruf: DM 3.500,-
Zuschlag DM 3.500,-

 

DIE FREIMAURER_AKTIE VON BOUCHER

S.A. DE LA FRANC-MACONNERIE BORDELAISE
Aktie über frcs. 100; # 436; entstanden um 1878; Farbe: braun/ weiß;

 

Los Nr. 371
Ausruf: DM 18.000,-
Zuschlag DM 18.000,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

COMPAGNIE DES INDES  

BANQUE DES CHEMINS DE FER

  SOCIETE IMMOBILIERE DU BOULEVARD HAUSSMANN
Compagnie des Indes   Banque des Chemins de Fer   Boulevard Haussmann

COMPAGNIE DES INDES
Anteilschein über 100 livres vom 30. April 1787; # 2767;
Einer der größten Skandale der Wirtschafts- u. Finanzgeschichte: John Law und der Mississippi - Schwindel.

Los Nr. 123
Ausruf: DM 12.000,-
Zuschlag DM 12.000,-

 

BANQUE DES CHEMINS DE FER
Gründeraktie über frcs. 500 von 1869; # 2473; Farbe: schwarz/ ocker;

 

Los Nr. 140
Ausruf: DM 450,-
Zuschlag

 

SOCIETE IMMOBILIERE DU BOULEVARD HAUSSMANN
Aktie über frcs. 500 von 1914; # 08997;

 

Los Nr. 151
Ausruf: DM 700,-
Zuschlag DM 700,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

GLACIÈRES DU RHONE E. Stier-Friedrich & Cie  

ÉTABLISSEMENTS ÉMILE MULLER & CIE

  COMPAGNIE DE CAUDRY-APPRÊTS

Glaciers du Rhone

 

  Trablissements Emile  Muller  

Caudry Apprets

 

GLACIÈRES DU RHONE E. Stier-Friedrich & Cie
Aktie über Frcs. 500; # 692; ohne Datum, 1869er; Gründeraktie


Los Nr. 181
Ausruf: DM 1.400,-
Zuschlag DM 1.400

 

ÉTABLISSEMENTS ÉMILE MULLER & CIE
5% Obligation über frcs. 500 von 1905; # 0383;

 

Los Nr. 189
Ausruf: DM 2.200,-
Zuschlag DM 2.200,-

 

COMPAGNIE DE CAUDRY-APPRÊTS
Aktie über frcs. 100 von 1912; # 4617; eine der schönsten französischen Jugenstil-Aktien.

Los Nr. 192
Ausruf: DM 550,-
Zuschlag DM 550,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

   

 

   

SOCIÉTÉ FRANCAISE DU VACUUM CLEANER

Vacuum Cleaner

 

CIE. FRANCAISE DU GAZ DE BEAUSOLEIL

Gaz de Beausoleil

 

MESSAGERIES FLUVIALES DE FRANCE

Messageries fluviales

SOCIÉTÉ FRANCAISE DU VACUUM CLEANER
Aktie über frcs. 100 von 1903; # 082;


Los Nr. 209
Ausruf: DM 130,-

 

CIE. FRANCAISE DU GAZ DE BEAUSOLEIL
Aktie über frcs. 300 von 1907; # 080;


Los Nr. 214
Ausruf: DM 260,-
Zuschlag DM 260,-

 

MESSAGERIES FLUVIALES DE FRANCE
Aktie über frcs. 100 vom 2. Juli 1907; Farbe: blau/ rot/ schwarz/ gelb;

Los Nr. 224
Ausruf: DM 120,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

COMPAGNIE GÉNÉRALE GROS CAMIONAGE DE PARIS  

SOCIÉTÉ DES MOTEURS CYCLONE S.A.

  PARIS-FRANCE

Compagnie Generale gros camionage de Paris

 

SOCIÉTÉ DES MOTEURS CYCLONE S.A.

  PARIS-FRANCE

COMPAGNIE GÉNÉRALE GROS CAMIONAGE DE PARIS
Anleihe über frcs. 500 vom 1. November 1879; # 5029;

 

Los Nr. 233
Ausruf: DM 390,-
Zuschlag DM 450,-

 

SOCIÉTÉ DES MOTEURS CYCLONE S.A.
Aktie über frcs. 100 vom 31. Juli 1913; # 7
Dieser Anteilschein zählt zu den großen Raritäten des Sammlermarktes. 439;

Los Nr. 271
Ausruf: DM 3.800,-
Zuschlag DM 3.800,-

 

PARIS-FRANCE
5 % Obligation über frcs. 500 vom 15. November 1903; # 11452; vom Jugenstil-Künstler Alphons Maria Mucha stilvoll gestaltet.


Los Nr. 276
Ausruf: DM 800,-
Zuschlag DM 900,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

zur Übersicht


Aus Belgien u.a.

ausführliche Infos zu Belgien hier

HORTUS  

BANQUE D' OUTREMER

  GRAND MAGASINS A L'INNOVATION SOCIETE ANONYME

Hortus

 

BANQUE D' OUTREMER

  GRAND MAGASINS A L'INNOVATION SOCIETE ANONYME

HORTUS SOCIETE COOPERATIVE CIE HORTICOLE DE GENVAL ET EXTENSION
Namensanteil über bFr. 25 Nr. 1718; 14 Dezember 1901; Entwurf: Paul Cauchie (1875-1952), gestochen von F. Dricot et C., Druck: Imp. J.E. Goossens, Bruxelles.

Die "Hortus" - ein Druckgraphisches Meisterwerk des Art Nouveau

Los Nr. 517
Ausruf: DM 27.000,- Zuschlag DM 27.000,-

 

BANQUE D' OUTREMER
Action de Capital sans Designation de Valeur; 3. Mai 1919;
Eine Aktie, aber auch ein Kunstwerk. Im Stile des Brüsseler Symbolismus 1919 von dem Maler Constant Montald (1862-1944) gestalteter und signierter Anteilschein

 

 

Los Nr. 452
Ausruf: DM 5.800,-
Zuschlag DM 5.800,-

 

GRAND MAGASINS A L'INNOVATION SOCIETE ANONYME
Aktie über bFr 500; Nr. 64153; Belgien, Brüssel, 15. September. 1928;
Der von dem Symbolisten Constant Montald entworfene und in der Druckplatte signierte Anteilschein gehört zu den künstlerisch wertvollsten in Belgien. Somit kann man zurecht bei diesem Zertifikat von Kunst auf Aktien sprechen.


Los Nr. 526
Ausruf: DM 900,-
Zuschlag DM 900,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

SOCIETE ANONYME JOHN COCKERILL A SERAING 6 A LIEGE  

KEISERLIJCKE INDISCHE COMPAGNIE

  S.A. HAUTS FORNEAUX ET LAMINOIRS DE MONTIGNY SUR SAMBRE

SOCIETE ANONYME JOHN COCKERILL A SERAING 6 A LIEGE

 

KEISERLIJCKE INDISCHE COMPAGNIE  Optionsschein

 

S.A. HAUTS FORNEAUX ET LAMINOIRS DE MONTIGNY SUR SAMBRE

SOCIETE ANONYME JOHN COCKERILL A SERAING 6 A LIEGE
Gründer-Aktie über bFr. 1.000 # 11419; Liege, 18. April 1846. Originalunterschrift als Direktor: Konrad Gustav Pastor (1796 - 1890) bedeutender Industrieller und langjähriger Leiter der Cockerill - Werke in Seraing bei Lüttich.

Los Nr. 393
Ausruf: DM 3.500,-

 

KEISERLIJCKE INDISCHE COMPAGNIE
Optionsschein auf sechs Actien über 600 Pfund vlams wissel gelt Nr. 56; 1. September 1730; Druck auf Bütten, Kupferstich mit Wappen der Gesellschaft.
Der älteste gedruckte Optionsschein der Finanzgeschichte!


Los Nr. 378;
Ausruf: DM 1.100,-
Zuschlag DM 1.700,-

 

S.A. HAUTS FORNEAUX ET LAMINOIRS DE MONTIGNY SUR SAMBRE
Gründeraktie über bFr. 500; Brüssel, 1. Mai 1853; Große Vignette (gestochen und signiert W.Brouwn) mit Abbildung des Hüttenwerkes und im Vordergrund frühe Werkseisenbahn


Los Nr. 395
Ausruf: DM 220,-

mehr dazu hier   mehr dazu hier   mehr dazu hier

 

zur Übersicht


Aus Luxemburg u.a.:

INTERNATIONALE BANK IN LUXEMBURG

       

INTERNATIONALE BANK IN LUXEMBURG

       

Internationale Bank in Luxemburg

Aktie über frcs. 250; # 11401; 1. Januar 1859; Farbe: schwarz/ weiß/ rot; Maße: 23 X 21: VF
Die moderne Bankgeschichte Luxemburgs begann 1856 mit der Gründung der BIL, die noch heute besteht. Sie gehört zu den frühesten Aktienbanken der Finanzgeschichte. Originalunterschriften von Simon Oppenheim (1803-1880) und Franz Königs.
Rarität!!

Los Nr. 535
Ausruf: DM 1.700,-
Zuschlag DM 1.700

       

zur Übersicht


Auktion 47 Teil II


Zum Aufruf kamen rund 350 Historische Wertpapiere aus vielen Branchen und Ländern,

Autographenaktien
und äußerst seltene russische Wertpapiere runden dieses Angebot ab.


eine kleine Vorschau

Friedrich II., der Große, errichtete 1770 den Bodenkredit und schuf den Pfandbrief.
Die sogenannten Ledernen Briefe, Vorläufer des heutigen Pfandbriefes waren neben fünf weiteren Landschaften und neben ausländischen Papieren die ersten, die zur Eröffnung der Berliner Börse im Jahre 1803 gehandelt wurden.

SCHLESISCHE LANDSCHAFT

SCHLESISCHE LANDSCHAFT Friedrich II., der Große

SCHLESISCHE LANDSCHAFT
STANDES -HERRSCHAFTEN DER FÜRSTENTHÜMER BRESLAU, BRIEG, TRACHENBERG

3,5% Privilegierter Pfandbrief über 100 Reichsthaler Courant a 14 Rtlhr. per Marck feingerechnet # 15; Breslau, 24. Mai 1772; Farbe: beige, schwarz; Maße: 19,4 X 32,2; VF Druck auf Tierhaut. Steuerstempel; rechtsseitig und rückseitig Zinsstempel zu Johanni und Weihnachten1897.
Originalunterschriften der Herzogl. Curland Freylandes herrl. Wartenberg Regierung, u.a. Guttmann, Marzin, des weiteren des Direktors der Landschaft G. Sv. Drost, von Garnier etc.
Die Schlesische Landschaft ist das älteste Kreditinstitut ihrer Art. Sie wurde von Friedrich II. der Große, durch Kabinettsorder am 15. Juni 1770 erichtet und bestand ursprünglich aus 9 autonomen Körperschaften, den sogenannten Fürstenthumlandschaften, deren Benennung und Geschäftsbereiche ehemaligen Fürstentümern nachgebildet war. An der Spitze stand für die landschaftliche Gesamtheit die Schlesische Generaldirektion als Zentralverwaltungsbehörde.
Die Fürstentumlandschaften wurden durch preußisches Gesetz vom 12.November 1933 mit Wirkung vom 1. Februar 1934 aufgelöst und ihre Vermögen auf die landschaftliche Gesamtheit, die Schlesische Landschaft, übertragen.
Dieser hier angebotenen Pfandbrief zählt neben einem weiteren bekannten Zertifikat zu den ältesten, bekannten Pfandbriefen.
Rarität!!!

Ausruf: DM 13.000,-
Zuschlag DM 13.000,-



VERSICHERUNGS BANK DES DEUTSCHEN HANDELSSTANDES
(GOTHAER FEUERVERSICHERUNGSBANK)

VERSICHERUNGS BANK DES DEUTSCHEN HANDELSSTANDESErnst Wilhelm Arnoldi

VERSICHERUNGS BANK DES DEUTSCHEN HANDELSSTANDES
(GOTHAER FEUERVERSICHERUNGSBANK)

Versicherungs- und Actien-Schein über 1.600 Thaler im 20 Thaler fuße; # 15305; Gotha, 27. August 1825; Farbe: beige, schwarz; Maße: 35 X 22,5; Fachmännisch restauriert, vor allem am rechten unteren Rand. VF
Gründeraktie des heutigen Gothaer Versicherungs-Konzerns, errichtet 1820 von Ernst Wilhelm Arnoldi (der in der Fachliteratur auch als Vater des deutschen Versicherungswesens bezeichnet wird.
Eingetragen auf den Kaufmann Johann Fr. Freygang in Penig.
Originalunterschriften: Direktors W. Madelung, als Bevollmächtigter zeichnete der Erfurter Kaufmann Adolph Nagel

Ernst Wilhelm Arnoldi (1778-1841), Sohn eines Gothaer Kolonialwarenhändlers, erlernte des Kaufmannsberuf in Hamburg. Als sein Vater starb, übernahm er das elterliche Geschäft.
Arnoldi lebte und wirkte in einer Zeit der schweren wirtschaftlichen Krise und der Verarmung Deutschlands nach den Befreiungskriegen. Englische Getreidezölle von 1815 lösten eine Absatzkrise aus, Landwirtschaft, Gewerbe und Handel waren schwer betroffen. Hinzu kam die Zerrissenheit des Bundesgebietes mit 38 willkürlichen Zollgrenzen und ein in kleinsten Einheiten verschiedenes Münz- und Gewichtssystem.
In all diese Probleme griff Arnoldi mit Weitblick ein, erweiterte in seiner Funktion als Kramermeister der Gothaer Kaufmannsinnung die Zunft zu einem " Verein der kaufmännischen Innungshalle", gründete 1818 die erste deutsche Handelsschule und 1820 die Feuerversicherungsbank des deutschen Handelsstandes, auf dem Grundsatz der Öffentlichkeit und Gegenseitigkeit, bei der jeder Versicherte auch gleichzeitig als Aktionär anzusehen ist, und als eine ganz Deutschland umfassende Nationalanstalt mit der Aufgabe: " die deutschen Brüder von der Zinspflicht gegen Engländer und Franzosen zu befreien, als eine Gemeinschaft von Freunden in der Not und des gemeinsamen Vaterlandes".
Mit einem Grundkapital von 2.800.000 Taler begann die Gothaer Feuerversicherungsbank am 1. Januar 1821 ihre Tätigkeit. Bereits im April 1821 betrug die Versicherungssumme 5,0 Mio. Taler. Nach Ablauf des ersten Jahres konnte den Aktionären 31% der Prämien zurückerstattet werden. Die Bank prosperierte und ab dem 1. Januar 1825 konnten nicht nur Kaufleute, sondern Personen aller Stände beitreten, so daß sich die Bank ab 1831 auch "Feuerversicherungsbank für Deutschland" nannte.
Am 18. Juli 1822 verkündete der Bankvorstand, daß der Begründer Ernst Wilhelm Arnoldi infolge längerer Krankheit und der daraus entstandenen Anhäufung seines Berufsgeschäftes) die Direktion der Bank niederlegt.
Zum Vorstandsdirigenten wurde der Kaufmann Johann Wilhelm Stoltz aus Erfuhrt gewählt, Friedrich Christoph Wilhelm Madelung zum neuen Bankdirektor.
Arnoldi trug sich dann bereits ab 1823 mit dem Gedanken zur Errichtung einer Lebensversicherungsbank für Deutschland. Diese wurde am 9. Juli 1927 durch Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha concessioniert.

Unikat!
Erstmalig angeboten aus Privatbesitz ,
der älteste bekannte Anteilschein der Gothaer Feuerversicherungsbank auf Gegenseitigkeit stammt aus dem Jahre 1921.

Ausruf: DM 8.500,-


 

DEUTSCH-AMERIKANISCHER BERGWERKS-VEREIN ZU ELBERFELD

DEUTSCH-AMERIKANISCHER BERGWERKS-VEREIN ZU ELBERFELD
Aktie über Tlr. 500 Pr.Crt.; # ; Elberfeld, 1. Januar 1826; Farbe: weiß, schwarz; Maße: 27x42 cm. EF

Originalunterschriften des Gründungsdirektoriums, den Elberfelder Kaufleuten Heinrich Kamp, J. Chr. Jung und P. E. Peill sowie den Barmer Kaufleuten Wilhelm Wittenstein und Cramer-Wuppermann, wobei Heinrich Kamp ( ein Freund von Jakob Aders u. Fritz Harkort sowie anderen bedeutenden Männern jener Zeit ) für die ersten sechs Monate zum Präsidenten gewählt wurde.
Von diesen Elberfelder und Barmer Kaufleuten - Statuierung vom 25. August 1924 - wurde die Gesellschaft als erste Aktiengesellschaft des Metallbergbaus und der Metallindustrie in Preußen mit einem Grundkapital von Tlr. 200.000 gegründet, eine AG, die sehr bedeutungsvoll war und im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stand, weil sie vom nationalen Standpunkt aus als ein sehr nützliches Unternehmen angesehen wurde.
Der D.A.B.V. verdankt sein Entstehen nicht zuletzt dem offensichtlichen Bedürfnis nach Edelmetallen zu Währungszwecken Preußens. Da diesem Unternehmen bedeutende Kapitalien anvertraut worden waren und die Geldgeber glaubten, mit Hilfe der überlegenen europäischen Technik in Mexiko (Betrieb von Silber- und Goldminen etc.) ungeahnte Gewinne machen zu können, hat der Fehlschlag, den die Gesellschaft erbrachte, dem Ansehen der Aktiengesellschaft schlechthin auf lange Sicht hinaus sehr geschadet.
Dazu trug sicherlich auch die Rheinisch-Westindische Compagnie bei, die - am 17. Juli 1821 konstituiert - , von Elberfelder Kaufleuten zwecks Handel auf überseeischen Märkten ins Leben gerufen - jahrelang mit Verlust arbeitete und 1834 liquidiert wurde. Harkort sagte seinerseits, gleich nachdem die ersten Verluste bekannt wurden, man solle das Geld lieber im Lande lassen und für die Erschließung des rheinisch-westfälischen Kohlereviers verwenden.

Ausruf: DM 12.500,-
Zuschlag DM 15.000,-


 

OBERHOHNDORFER SCHADER STEINKOHLENBAU-VEREIN

OBERHOHNDORFER SCHADER STEINKOHLENBAU-VEREIN

OBERHOHNDORFER SCHADER STEINKOHLENBAU-VEREIN
Aktie über Tlr. 90 im 14 Thaler Fusse; # 1543; Oberhohndorf, 27. Juni 1860; Farbe: siehe Farbtafel; Maße: 34 X 43.
Gründeraktie! Unterschrift des Aufsichtsrates Friedrich August Kästner.
Zu den großen Bergwerksgründungen in und um Zwickau gehören neben dem Zwickau-Leipziger-, dem Zwickau- Oberhohndorfer- und dem Oberhohndorfer Forst auch der Oberhohndorfer-Schader Steinkohlenbau-Verein. Das 37 ha umfassende Gelände lag im Oberhohndorfer und Zwickauer Flur. Im Gegensatz zu den meisten anderen sächsischen Bergwerksunternehmungen war es zehntenfrei. Gegründet wurde der Verein in den Jahren 1855/57 mit einem Kapital von nur 388260 Talern, von denen bis 1860 erst 85% eingezahlt waren.
Rarität!

Ausruf DM 8.500,-
Zuschlag DM 10.000,-


 

ELB-AMERIKANISCHE COMPAGNIE

ELB-AMERIKANISCHE COMPAGNIE

ELB-AMERIKANISCHE COMPAGNIE
Aktie über 500 Thaler in Pr. Cour. nach dem Münßfuße von 1764 # 693; Leipzig, 2. Januar 1825; Farbe; beige, schwarz; Maße: 17,5 X 36; anhängender Couponbogen; Trockensiegel; Wasserzeichen am linken Rand; Rahmen im Historismusstil; Originalunterschriften der Direktion; EF
Gründeremission!

Leipzig besaß das Messeprivileg, d.h. alle Waren, die Leipzig passierten, mußten für "drei Sonnen" (3 Tage) in Leipzig zum Verkauf angeboten werden. Dies galt auch für alle waren, die auf der Elbe transportiert wurden, da ein ca. 8 km langes Stück der Elbe zu Leipzig gehörte.
Die wichtigsten Handelshäuser besaßen Elbschiffe, die Waren von Hamburg nach Böhmen transportierten.
Am 1. Juli 1824 schlossen sich einige Handelshäuser zur Elb-Amerikanischen Compagnie zusammen. Zweck der Compagnie war die direkte Versendung deutscher Fabrikate und Kunsterzeugnisse nach Amerika und deren Absatz daselbst. Die Gründer waren die Handelsherren Bassenge, Hower, Leuner, Schürmann und Stavenhagen. Das Grundkapital wurde auf Tlr. 75.000, eingeteilt in 150 Aktien zu jr Tlr 500, festgelegt. Zur Zeichnung traf man sich ab Juli 1924 im Handelshaus Bassenge. Das Grundkapital war in kurzer Zeit überzeichnet und wurde dem Bedarf entsprechend erhöht. Die Gesellschaft schaffte mehrere Elbschiffe und zwei Hochseeschiffe an. Eine schwierige, wechselvolle Zeit begann. Nach dem Verlust der Hochseeschiffe und mangelnder Geschäftsführung in Amerika ging dieses Unternehmen bereits 1836 in Konkurs und wurde wenig später liquidiert.
Zu jener Zeit gab es in Deutschland noch die "Rheinisch-Westindische Compagnie, 1821 in Elberfeld gegründet mit dem Zweck, Handel in Übersee bzw. Mexico zu treiben. Auch diese Gesellschaft mußte, u.a. wegen politischer Unruhen in Mexico u. mangelnder Geschäftsführung 1832 in Konkurs treten. Weit spektakulärer jedoch war der Konkurs des Deutsch-Amerikanischen Bergwerk-Vereins ( siehe Branche Bergbau) , gegründet 1824, der 1832 mit hohen Verlusten endete. Rarität!

Ausruf: DM : 12.500,-


SCHLESISCHE ACTIEN-GESELLSCHAFT FÜR BERGBAU UND ZINKHÜTTEN-BETRIEB

SCHLESISCHE ACTIEN-GESELLSCHAFT FÜR BERGBAU UND ZINKHÜTTEN-BETRIEB
Aktie über Thaler 100; #4720; Breslau, den 1. November 1853; Farbe: beige, schwarz; Maße: 22 X 31,2;
Gründeraktie! Originalunterschrift: Graf August von Morny (1811-1865), Sohn von Königin Hortense von Holland, Halbbruder Napoleons III., Führer des Staatsstreiches von 1851, durch den Napoleon auf den Thron kam; Staatsmann, Großindustrieller, Mitbegründer des Credit Mobilier, Präsident zahlreicher europäischer Eisenbahn-, Bergwerks- und Hüttengesellschaften.
Die Originalunterschrift Graf Morneys auf diesem Zertifikat, der in seiner Funktion als Generaldirektor zeichnete, sowie die geringe Verfügbarkeit der Zertifikate und die sehr gute Erhaltung machen diese Aktie, die ursprünglich aus der Sammlung Denecke stammt, zur Rarität! EF

Ausruf: DM 7.500,-
Zuschlag DM 8.000,-



Film- und Telekommunikation


UNIVERSUM-FILM AKTIENGESELLSCHAFT IN BERLIN

UNIVERSUM-FILM AKTIENGESELLSCHAFT IN BERLIN

UNIVERSUM-FILM AKTIENGESELLSCHAFT IN BERLIN
Aktie über M 1000; Berlin, im Dezember 1921; Blankettstück; Farbe: braun/ beige/ schwarz; Maße: 27 X 36; Trockensiegel;

Die Ufa wurde am 18. Dezember 1917 mit einem Grundkapital von 25 Mio Mark gegründet. Zweck des Unternehmens war der Betrieb aller Zweige des Filmgeschäftes, insbesondere der Filmfabrikation. Sämtliche ausgegebenen Aktien wurden 1927 umgetauscht.
Größte Rarität unter den deutschen Filmaktien. Dieses Stück fehlt selbst im Ufa-Archiv. VF

Ausruf: DM 2.500,-


 

JOHN HAGENBECK FILM AKTIENGESELLSCHAFT ZU BERLIN

JOHN HAGENBECK FILM AKTIENGESELLSCHAFT ZU BERLIN Hagenbeck Filmplakat

JOHN HAGENBECK FILM AKTIENGESELLSCHAFT ZU BERLIN
Gründeraktie über M 1000; Berlin, 15. November 1921; # 1521; Farbe: blau/ beige/ schwarz; Maße: 33 X 26; Löwen- und Tigerkopf im Unterdruck; dabei: Werbung für Hagenbeck Filme im Terra-Theater;

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 15. November 1921 gegründet und am 30. Dezember erstmalig geändert. Das Grundkapital betrug 7 Mio. Papiermark und erhöhte sich während der Inflation auf 20,5 Mio. Papiermark.. Das entsprach einem Goldwert nach der "LBB"-Umrechnungstabelle von RM 139.470. Laut Goldmark-Eröffnungsbilanz wurde das Kapital auf 25.000 RM umgestellt. Gegenstand des Unternehmens war die Fabrikation, der Verleih und Vertrieb von Filmen. Am 25. August 1925 wurde die Liquidation der Gesellschaft beschlossen, sie wurde am 8.November 1928 im Handelsregister gelöscht. ; EF
Rarität!! Nur dieses Stück bekannt!

Ausruf: DM 900,-
Zuschlag DM 900,-



ANTENNE 1 - S.A. DE TELEVISION PRIVATE

ANTENNE 1 - S.A. DE TELEVISION PRIVATE

ANTENNE 1 - S.A. DE TELEVISION PRIVATE
Aktie über frcs. 100; Paris, 1. März 1983; # 417; Farbe: rot/ blau/ grün/ weiß; Maße: 23,5 X 29,5; Aktie ist auf Kunststoff - Folie gedruckt.
Unterschrift: Kiki Picasso, Pseudonym für: Christian Chapiron.!

Ein Dokument aus der Anfangszeit der europäischen privaten Fernsehens, als dies in den verschiedenen Ländern aufgrund Lizenzverweigerungen noch unmöglich war. Die Sender befanden sich auf Schiffen außerhalb der Dreimeilen-Zone.
Das Gesellschaftskapital betrug 100.000 Francs; begeben wurden 1000 Aktien je 100 Francs.
UNC EF+
Rarität!!
Ausruf: DM 1.200,-


 

SOCIETA ANONIMA DEL TELEGRAFO PANTOGRAFICO CASELLI

SOCIETA ANONIMA DEL TELEGRAFO PANTOGRAFICO CASELLI

SOCIETA ANONIMA DEL TELEGRAFO PANTOGRAFICO CASELLI
Aktie über Franchi 100; Tocano, 30. Januar 1857; # 87; Farbe: schwarz/ beige; Maße: 15 X 26,5; EF-VF
Originalunterschrift Giovanni Caselli, Erfinder des ersten Telegrafen!

Der Priester und Physiker Giovanni Caselli (geboren 1815 in Sienna) nutzte für seine Erfindung des Telegrafen-Pantografen den 1635 von dem Jesuiten Christoph Schreiner erfundenen Pantografen. Auf linearem Wege konnten durch Stromimpulse die Bewegungen des pendelnd aufgehängten Pantografenarmes vom Sendegerät in die "Ausgabeeinheit" des Empfängergerätes übertragen werden, wo dann eine perfekte Kopie des Originals erschien. Das erste "Telefaxgerät" war geboren!
Zeichnungen und Texte konnten so übertragen werden. Die Maschine erreichte allerdings mit seinem gußeisernen Gehäuse eine Höhe von fast 2 Metern! Auf der ersten Gewerbeausstellung in Florenz 1861 wurde sie zum ersten Mal gezeigt und ihre Funktionsfähigkeit demonstriert durch Verbindung mit einer zweiten, in Livorno aufgestellten Maschine. Eines dieser Geräte wurde vor einigen Jahren wieder entdeckt und ist heute im "Conservatoir des Art de Metier" in Paris zu besichtigen. Dort hatte auch die erste kommerzielle Nutzung der Geräte stattgefunden. Installationen standen in Paris, Marseille und Amiens. Auch in England (London, Liverpool), Rußland, wo sie bis 1880 in Gebrauch waren und wahrscheinlich auch in China wurde der Telegraf-Pantograf aufgestellt. Eine Verbindung von Europa über Afrika nach Amerika ist auf der Aktie in der Weltkugel-Vignette dargestellt, blieb aber wohl ein Wunschtraum. Wegen der immensen Installations- und Betriebskosten blieb es aber ein exklusives System für wenige Handelsfirmen, Börsenmaklern und Bankiers. Zudem war die Übertragungsgeschwindigkeit sehr langsam. Der Zeigertelegraph, obwohl mit wesentlich eingeschränkteren Übertragungsmöglichkeiten verdrängte den Telegrafen-Pantografen schließlich völlig VF

Äußerst selten!!

Ausruf: DM: 1.250,-
Zuschlag DM
1.250


DER BEGINN DES EISENBAHNBAUS IN EUROPA

 

K.K. PRIV. PRAGER EISENBAHNGESELLSCHAFT

K.K. PRIV. PRAGER EISENBAHNGESELLSCHAFT

K.K. PRIV. PRAGER EISENBAHNGESELLSCHAFT
Aktie über Gulden 200; #387; Prag, den 31. Mai 1828; Farbe: beige, schwarz; Maße: 27,1 X 39,6;

Nicht nur Moldau und Donau sollten mittels einer Eisenbahnlinie verbunden werden, auch die Moldau mit dem westlichen Böhmen, dem Verkehrsknotenpunkt Pilsen, Schnittpunkt dreier "Reichskommerzialstrassen". Die böhmischen Stände traten sehr für dieses Projekt ein und man einigte sich. Die Endstelle befand sich nächst dem Prager Sandtor. Bis April 1831 - ein Jahr nach Eröffnung der Liverpool & Manchester Railway - war die Strecke etwa 60 Kilometer weit nach Westen vorgedrungen und endete bei der Holzstation der fürstlich Fürstenbergischen Waldungen in der Nähe von Lana. Zeitgenössischen Berichten zufolge war diese Strecke nur mangelhaft ausgeführt und wies viele scharfe Kurven und unangenehme Steigungen auf. Der Verkehr entsprach daher keineswegs den Erwartungen. Die Einnahmen blieben dürftig. So kam es 1834 zum ersten Konkurs einer österreichischen Eisenbahngesellschaft. Fürst Egon Karl Fürstenberg - zum Nutzen seiner Ländereien hätte die Bahn errichtet werden sollen - erwarb sie mit allem Inventar bei einer Versteigerung zum Bruchteil ihres wahren Wertes. Allerdings verpachtete er sie sofort wieder, stellte aber zur Bedingung, sie fertigzustellen. Die vorhandene Strecke wurde um ca. 5 km verlängert und im Jahre 1838 der Ort Klicava erreicht. In der Folge fuhr täglich ein mit Holz beladener Zug Richtung Prag und kehrte leer zurück. Da die Bahn durch schwach besiedeltes Gebiet fuhr, dachte man nicht daran, einen Personenverkehr einzurichten. Schließlich erreichte Fürst Fürstenberg im Jahre 1839, nachdem er abermals die Betriebs-Verpflichtungen übernommen hatte, die Enthebung von der Verpflichtung des Weiterausbaus, der Verkehr wurde eingestellt.
Jahrzehntelang schlummerte die Bahn nun still in den böhmischen Wäldern, bis die Trasse von der Buschtiehrader Eisenbahn übernommen, ausgebaut und zu neuem Leben erweckt wurde.
Rarität! Die Gesellschaft baute und betrieb eine der frühesten Eisenbahnlinien des europäischen Kontinents.

Älteste, bekannte europäische Eisenbahnaktie des europäischen Kontinents!

Ausruf: DM 16.000,-


ÖSTERREICHISCH-ÜBERSEEISCHE HANDELS-GESELLSCHAFT

ÖSTERREICHISCH-ÜBERSEEISCHE HANDELS-GESELLSCHAFT

ÖSTERREICHISCH-ÜBERSEEISCHE HANDELS-GESELLSCHAFT
Aktie über Gulden Ö.W. 500,-; #1618; Wien, den 24. September 1887; Farbe: beige, hellblau, braun, schwarz;
Maße: 24,9 X 34,6; Gründerstück !

Das Aktienkapital war in fl. 509.000, begeben in 1018 Aktien zu je fl 500, eingeteilt. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung mußten die Verwaltungsräte der Gesellschaft Vorschüsse leisten in Höhe von fl. 671.525. Zusätzlich wurde im Verein mit einer beteiligten Amsterdamer Firma ein Garantiefond von fl. 950.000 geschaffen.
Dem 1892 aufgelegten Geschäftsbericht war dann zu entnehmen, daß die Gesellschaft durch ein großes, frauduloses Falliment an der Ostküste Mexicos , durch das rapide Fallen des Silbercurses, durch den Preissturz aller Colonialprodukte und die dadurch hervorgerufene Handelskrise in den vier indischen Niederlassungen so schwere Verluste erwirtschaftet wurden, daß sich die Notwendigkeit ergab, die Geschäfte seit Beginn des 1892 einzuschränken. Nun wurde das Augenmerk vor allem auf die Abwicklung der mittlerweile auf fl3,5 Mio. angewachsenen Verbindlichkeiten gelenkt mit dem Versuch, die beteiligten österreichischen Industriellen schadlos zu halten. Nach Bilanzabschluß wurde der verbleibende Verlust von fl 937.000 mit den Reserven abgedeckt und im Anschluß die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. Geblieben sind wenige als 10 Aktienzertifikate als Zeitzeugen dieser Gesellschaft, die sehr farbenfroh und detailliert den Unternehmenszweck darstellen.
Äußerst selten! VF

Ausruf: DM 4.800,-


 

MONTE NON VACIBILE DEL SALE DELLA CITTA DI FIRENCE

MONTE NON VACIBILE DEL SALE DELLA CITTA DI FIRENCE

MONTE NON VACIBILE DEL SALE DELLA CITTA DI FIRENCE
Schuldverschreibung vom 11. August 1712 , Gesetz von 1645, 3 Vignetten: links und rechts oben je drei Brotlaibe, rechts schraffiert, in der Mitte größeres Wappen der Medici, wobei die re. abgebildeten drei Kugeln dunkel hinterlegt sind, Druck auf Tierhaut, Papiersiegel, Farbe: weiß, schwarz; Maße: 19X26. EF Originalunterschriften.
Rarität!
Ausruf: DM 2.400,-



Die Montes (lat. Berge) waren im Mittelalter Italiens Staatsanleihen; die Bezeichnung wurde auch verwendet für Gesellschaften, die die Emission solcher Anleihen oft gegen Steuereinnahmen als Pfand durchführten und aus den erzielten Gewinnen Kredite gewährten (z.B. die "Casa di San Georgio in Genua, gegr. 1408). Die kirchlichen Monte (pietatis) dienten u.a. der Bekämpfung des Zinswuchers; sie gaben gegen Pfand Notleidenden Geld und Naturalkredite; einerseits waren die Ges. Vorläufer der Leihanstalten, andererseits aber entwickelten sie sich zu richtigen Leihbanken - die erste in Deutschland war die 1498 gegr. Wechselbank in Nürnberg -. Die Entstehung der Monti Toscana, vom Klerus ins Leben gerufen, gehen zurück bis in das 15. Jahrhundert. Ende des 17. Jahrhunderts gab es im Großfürstentum Toscana vier Monti: Monti di Pieta, Monte Nuovo del Sale, Monte Sussidio Vacabile und Monte Comune. Die ursprünglichen Pfandleihhäuser wandelten sich immer mehr zu
Banken. 1624, unter Ferdinand II de Medici, wurde ein grundlegender Struktur- und Namenswechsel eingeführt. Aus dem Monte di Pieta wurde der Monte non vacabile del Paschi della Cita e Stato di Siena, eine reguläre Bank. Die Betriebsmittel wurden durch die Ausgabe von "luoghi di monte", eine Art Diskontwechsel oder Obligation, beschafft. Diese Namens-Kreditpapiere wurden als "Non vacabile" bezeichnet, wenn sie übertrag- und einlösbar waren, als "vacabile", wenn erst nach dem Tode des Gläubigers fällig, aber dafür mit einem höheren Zinssatz ausgestattet. Im 18. Jahrhundert erhöhte sich anfänglich die Zahl der Monti. Um die ausufernde Schuldenwirtschaft der öffentlichen Hand Toscanas besser zu kontrollieren und einzudämmen, wurden im Jahre 1746 alle Monti zu einem einzigen vereint mit Ausnahmen desjenigen von Pieta, der erst 1781 einbezogen wurde.
Das Geschlecht der Medici ging aus den Zünften hervor. Der Name Medici deutet auf die Zunft der Ärzte, was auch im Wappen der Familie in Form von 6 Kugeln (Pillen) dargestellt wurde. Die Handels- und Bankiersfamilie erreichte unter Cosimo de Medici ihre erste große Blütezeit. Er machte Florenz zu einem wohlhabenden Wirtschaftszentrum und einer berühmten Kunststadt. Unter dem Enkel Cosimos, Lorenzo de Medici (il Magnifico) verlagerte sich der traditionelle finanzgeschäftliche Schwerpunkt des Geschlechts auf kulturelle und politische Aktivitäten.oder durch falsche oder unvorsichtige Dispositionen soviel Substanz verloren, daß ihr Überleben in Gefahr gewesen wäre. Diese Frühform der Finanzierungs- und Geldbeschaffung diente " Friedrich dem Großen" als Vorlage für den 1769 per Dekret erlassenen Bodenkredit über die Ausgabe von Pfandbriefen, die ebenso wie die Monti, auf Tierhaut gefertigt wurden.


 

LA COMPANIA REAL DE TOLEDO UNIDA A LA DE EXTRAMDURA

LA COMPANIA REAL DE TOLEDO UNIDA A LA DE EXTRAMDURA

LA COMPANIA REAL DE TOLEDO UNIDA A LA DE EXTRAMDURA

Aktie über Reales de Vellon 3.000 # 79; Ciudad de Toledo, 15. April 1748; Farbe: beige, schwarz; Kupferstich auf Tierhaut; Maße: 30 X 42;
Bedeutendes Dokument der Wirtschaftsgeschichte des 18. Jahrhunderts!

Die beiden in dieser Emission vereinigten Gesellschaften Toledo und Extremadura waren kurz vor der Jahrhundertmitte gegründet worden. Die Toledo-Extremadura war zunächst eine Handelsgesellschaft (Waffen, Wolle, Gold- und Silberstoffe). Um die Gründung der Maulbeerbaumplantagen zur Seidengewinnung zu finanzieren, wurden neue Aktien begeben. Die Gesellschaft fand während der französischen Revolution ihr Ende, da zu dieser Zeit für Luxusgegenstände keine Nachfrage mehr war. EF, sehr gut erhaltenes papiergedecktes Siegel, handschriftliche Eintragungen und zahlreiche Originalunterschriften.
Äußerst selten!

Ausruf: DM 3.800,-; Zuschlag 3.800,-



ERSTE HOLZVERKLEINERUNGS-ANSTALT

ERSTE HOLZVERKLEINERUNGS-ANSTALT

ERSTE HOLZVERKLEINERUNGS-ANSTALT
Aktienurkunde; # 79; Folio 15 (Ca fol 3) Wien, den 15. März 1824; Farbe: beige, schwarz; Maße: 26,9 X 42,5;

Eingetragen auf seine Exzellenz Ferdinand Graf Palffy "oder jeder rechtmäßige Inhaber dieser Urkunde hat im Grunde der geleisteten statutenmäßigen Einlage Folio 15 Ca fol 3 auf welche nie eine Zuzahlung statt haben kann, Theil zu nehmen an allen Rechten, welche der Gesellschaftsvertrag des Phorus die Erste Holzverkleinerungs-Anstalt vom 7. Bzw. 9. Jänner 1924 den Actionaeren zusichert." Wien, 15. März 1824; Originalunterschriften Ferdinand Graf Palffy sowie zwei weitere Originalunterschriften. Große Vignette mit der gebauten Anlage leicht gebräuntes, stärkeres Papier, Wasserzeichen.
Es handelt sich hier um die älteste, bisher öffentlich aufgerufene österr. Industrieaktie!
Unikat!

Ausruf: DM 9.500,-



DEUTSCHE DAMPFSCHIFFAHRTS-GESELLSCHAFT "HANSA" ASIATISCHE LINIE

DEUTSCHE DAMPFSCHIFFAHRTS-GESELLSCHAFT "HANSA" ASIATISCHE LINIE

DEUTSCHE DAMPFSCHIFFAHRTS-GESELLSCHAFT "HANSA" ASIATISCHE LINIE

Aktie über M 1.000 # ...Blankett; Bremen, im November 1889; Farbe: hellblau, blau, rosè, braun, beige; Maße: 35x 25; Kps. + Talon; EF -Gründeraktie!
Kurz, nachdem der Bremer Senat den Beschluß gefaßt hatte, die Weserkorrektion nach den Plänen Ludwig Franzius und den Bau eines Bremer Seehafens in Angriff zu nehmen, gründeten mehrere Bremer Überseekaufleute am 3. Dezember 1881 die, deren Firmenlogo die Flagge unter den damaligen Reichsfarben schwarz, weiß rot und mit dem schwarzen Hanseatenkreuz im weißen Feld wurde. Hiermit beabsichtigte der Überseekaufmann Christoph Papendieck, dessen Faksimile-Unterschrift als Aufsichtsratsvorsitzender auf der Aktie zu finden ist, und die übrigen Teilnehmer, neben der Einrichtung neuer innereuropäischer Schiffahrtslinien mit dem Aufbau einer regelmäßigen Dampferverbindung nach Indien zu beginnen. Zweck war die Erschließung neuer Märkte für Baumwolle, Reis und Jute.
Um sich von der englischen Dominanz zu befreien, bzw. einen direkten Handel ohne Londoner Zwischenstufe anfangen zu können, wurde 1888 die "Asiatische Linie" als Schwesterunternehmen der DDG "Hansa" gegründet. Den Liniendienst, der zunächst über Colombo die Ostküste Indiens bis hinauf nach Kalkutta befahren wurde, nahm Anfang 1889 der Dampfer "Drachenfels" die Fahrt auf und begründete eine Namenstradition, die bis 1980 Bestand haben sollte, nämlich das alle Schiffe im Innendienst mit der Endung Fels benannt wurden.
Trotz massiven Widerstands der British India Steam Navigation Co und der Peninsular & Oriental Steamship Company (P&O), die mit Hilfe von Preisdumping versuchten, den kleinen Newcomer kleinzukriegen, entwickelte sich die "Asiatische Linie" - wie sie fortan genannt wurde ? erfolgreich. Für sie waren bereits ein Jahr später fünf weitere Schiffe in Fahrt.
Sechs Jahre lang fuhren diese Schiffe außerhalb des Stammunternehmens regelmäßig bis Kalkutta. 1894 fusionierte die "Asiatische Linie" mit dem Mutterhaus, das durch die Einrichtung einer eigenen indischen Linie nach Karachi und Bombay selbst festgestellt hatte, wie ausbaufähig und lukrativ
der indische Markt war.
Diese Indienlienien entwickelten sich zum Rückgrat der DDG "Hansa", die zur Jahrhundertwende als einzige deutsche Indienreederei eine Tonnage von 116633 BRT aufbieten konnte und die 40 Seedampfer in Fahrt hatte. Nach glücklicher Vollendung der Weserkorrektur konnte Bremen selbst in den Liniendienst einbezogen werden, der bis dahin ausschließlich von Hamburg mit Zwischenhalten in Antwerpen und verschiedene englischen Häfen betrieben wurde. Der Erste Weltkrieg unterbrach die globale Entwicklung der "DDG Hansa", die 1914 67 Schiffe in Fahrt und 13 weitere im Bau hatte.
Von den 431467 BRT, womit die Bremer Reederei weltweit einen der vorderen Plätze einnahm, verblieben 1919 nach dem Versailler Vertrag nur ein Schiff mit 1121 BRT. Die Auslandsbesitzungen gingen ebenfalls verloren, an eine Handel mit Indien gar war gar nicht zu denken.
Während der Zwischenkriegszeit glückte der Gesellschaft ein gelungener Neuaufbau, ab 1922 etablierte sich die Reederei mit regelmäßigen Linien
in den Persischen Golf zur Arabischen Halbinsel sowie nach dem Iran und Irak. Am Ende des Zweiten Weltkrieges allerdings stand die Reederei wieder einmal vor dem Nichts, ohne Tonnage, ohne Auslandsniederlassungen und ohne Reedereigebäude. Erst im Dezember 1950 nahm das Hansa-Schiff MS "Axenfels" erneut den Liniendienst nach Indien und in den Persischen Golf auf. Und wieder gelang es der Reederei, den Liniendienst auszubauen, gute Gewinne einzufahren, 1975 sogar in das bis dahin abgeriegelte Rotchina.
Erst das Auf und Ab der Weltwirtschaft Ende der 1970er Jahre (Treibstoffkosten und hoher $- Kurs u.a.) zwangen die Reederei,. im 99. Jahr ihres Bestehens den Vergleich anzumelden. Für den Schiffsstandort Bremen und dessen Ruf im asiatischen Raum war dies ein herber Verlust.
Unikat!


Ausruf: DM 2.800,-
Zuschlag DM
2.900,-



Die erste Eisenbahn in Deutschland fuhr von Nürnberg nach Fürth

KÖNIGLICH PRIVILEGIERTE LUDWIGS - EISENBAHN - GESELLSCHAFT

KÖNIGLICH PRIVILEGIERTE LUDWIGS - EISENBAHN - GESELLSCHAFT

KÖNIGLICH PRIVILEGIERTE LUDWIGS - EISENBAHN - GESELLSCHAFT

Inhaberaktie über Fl. 100 # 599; Nürnberg, 31. Juli 1869; Ersatzanfertigung der Gründeraktie von 1835. Farbe: weiß/blau; Maße: 38 x 23.

Die Gesellschaft erhielt die Konzession zum Bau einer Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth im Februar 1834; im Dezember 1835 war der 6 km lange Schienenstrang verlegt. Zehn Jahre nach der Fahrt Stephensons mit seiner Locomotion fand am 7.12.1835 die erste Eisenbahnfahrt in Deutschland statt. 200 Personen machten die 9 minütige Fahrt von Nürnberg nach Führt mit, dabei waren viele Aktionäre sowie Scharrer, der Schöpfer der Bahn und Platner, der Initiator des Ludwigs-Eisenbahn-Projekts. Aus England entsandte Stephenson seinen Lokomotivführer Wilson in Frack und Zylinder. Auch der Adler, die legendäre erste deutsche Lokomotive, war eine Entwicklung Stephensons. Danach begann die stürmische Entwicklung des Eisenbahnzeitalters in Deutschland. Es wurden 1.770 Aktien zu je Fl. 100,- begeben. VF
Selten!
Ausruf: DM 900,-
Zuschlag DM 900,-


 

ZOOLOGISCHE GESELLSCHAFT IN HAMBURG

ZOOLOGISCHE GESELLSCHAFT IN HAMBURG

ZOOLOGISCHE GESELLSCHAFT IN HAMBURG

Aktie über Bco. 500 # 110; Hamburg 11.Juni 1860; Farbe: schwarz, beige; Maße: 23,5 X 30 ; - Eingetragen auf Herrn J.H.N. Bostelmann, Originalsignaturen rückseitig: Prof. Dr. J. Vosseler, als Präsident zeichnete H. A. Meyer, als Vicepräsident Dr. C. Schwartze.

Die Zoologische Gesellschaft wurde von namhaften Bürgern 1860 in Hamburg gegründet. Die Eröffnung erfolgte 1863. Das ursprüngliche Kapital belief sich auf Schilling 915.000 Banco, begeben in Namens-Aktien zu je Schilling 375 und personellen Aktien zu je Schilling 250 Banco. Die Stadt stellte ein Gelände am Dammtor in der Stadt Hamburg zur Verfügung. 1864 wurden zur Finanzierung weiterer Ausbauarbeiten weitere Aktien begeben, die auf Schilling 500,- Banco lauteten. Der Zoo zählte wegen seiner großzügigen Anlagen und seines reichen Tierbestandes lange zu den bedeutendsten Zoos in Deutschland. Erst mit der Eröffnung des Hagenbecker Tierpark wurde die Konkurrenz so groß, daß sich die Haltung des Zoos am Dammtor nicht mehr rentierte; Ende 1930 wurde er geschlossen.
Die Aktien garantierten den Familien seinerzeit freien Eintritt in den zoologischen Garten und wurden per Auslosung zu pari zurückgezahlt, wobei die Eintrittsfreiheit auf Lebenszeit galt. Das hier offerierte Stück trägt rückseitig weitere Indossamente der Familie Bostelmann bis 1909. Provenienz: Ursprünglich Sammlung Denecke, abgebildet und ausführlich beschrieben in Buch von Manfred Denecke, Deutsche Wirtschafts- und Finanzgeschichte aus der Sicht eines Sammlers, HP-Verlag AG 1994. VF, kleiner Einriss am unteren Rand rückseitig hinterlegt.
Äußerst selten!

Ausruf: DM 6.500,-
Zuschlag DM 7.200,-



 

Autographenpapiere


BANCO NACIONAL DE CUBA

BANCO NACIONAL DE CUBA Che Guevara Signatur Che Guevara

Banknote tres pesos

BANCO NACIONAL DE CUBA
Emission de "Bonos del Instituts Nacional de Ahorro y Vivienda, 1959-1979"
4,5% Bond (Certificado Provisional) über $ 300,000.00M.N.,
La Habana, 1. Mai 1963; Farbe: orange/ schwarz/ weiß; Maße: 28 X 35;

Originalunterschrift:
"Che" Guevara Serna, Ernesto,

argeninisch-kubanischer Revolutionär (1928 - 1967)
in seiner Funktion als Präsident der Banco National de Cuba.

"Che" ist kein Name, sondern eine in Argentinien gebräuchliche Redewendung, die soviel heißt wie "hör mal!" oder "paß auf!". Daß die kubanischen Partisanen dem jungen Argentinier diesen Namen gaben, ist typisch für das, was der am 14. Juni 1928 in Rosario/ Argentinien geborene Ernesto Guevara Serna für die kubanische Freiheitsbewegung war.
Dem ehemaligen Arzt und späteren Vorkämpfer für den lateinamerikanischen Marxismus gaben die Kubaner als dem Erklärendem, Aufmunternden und Vorwärtstreibenden den ihnen unbekannten Ausdruck als Spitznamen zurück.
"El Che" hat diesen Namen behalten, als kämpfender Lehrer der Bewegung und des ganzen Volkes.
Guevara schloß sich 1955 in Mexiko mit dem damals 28jährigen Fidel Castro zusammen und gehörte zu der kleinen Gruppe, die im Dezember 1956 mit der Yacht "Granma" in Cuba landete.
Nur Fiedel und Raul Castro, Guevara und neun andere überlebten die Landung, die an die Batista-Truppen verraten worden war. Drei Jahre später leitete Che eine der beiden Stoßtruppen, die siegreich auf Havanna marschierten.
Nach dem Sieg der Revolution und dem Sturz von Staatspräsident Fulgencio Batista, war Che Guevara von 1959-61 Präsident der kubanischen Nationalbank und anschließend Industrieminister.
Nach einem Kongoeinsatz wollte er ab 1966 mit der Mobilisierung der indianischen Landbevölkerung den Umsturz in Bolivien herbeiführen; er wurde dabei von Regierungstruppen gefangen genommen und am 9. Oktober 1967 in Higueras/ Bolivien erschossen.
Guevara verfaßt unter anderem ein Handbuch des Guerillakrieges ("Guerilla-Theorie und Methode", dt. 1968). Er selbst wurde zur Symbolfigur der revolutionären Jugend in der westlichen Welt und in Lateinamerika. EF-, Lochentwertung, Stempelaufdruck cancelled.
Vor kurzem wurden weniger als 10 Exemplare entdeckt, erstmalig auf einer Auktion, Rarität
Ausruf: DM 18.000,-



STANDARD OIL TRUST

STANDARD OIL TRUST Unterschrift William Rockefeller John D. Rockefeller (1839-1937)

STANDARD OIL TRUST

Zertifikat über 1.000 Shares zu je US$ 100,-; #166; New York, den 5. April 1882; Farbe: beige, hellgrün, grün, grau, schwarz; Maße: 19,5 X 29,3; Eingetragen auf und 2X im Original unterschrieben von William Rockefeller (1841-1922), unentwertet auf dem Stub und rückseitig , Originalunterschrift als President von John D. Rockefeller (1839-1937), Jabez A. Bostwick als Treasurer und 2x Henry M. Flagler, als Secretary entwertet und rückseitig unentwertet. Diese Aktie ist am Gründungstag des "Trustes", dem 5. April 1882, ausgegeben worden und verbrieft die die Umschreibung eines Anteils von William Rockefeller an der ehemaligen Standard Oil of Ohio. Es handelt sich hier um eine echte Gründeraktie. Von dieser Kombination der drei wichtigsten Standard Oil Persönlichkeiten auf einer Standard Oil Trust - Gründeraktie sind nur etwa sechs Exemplare bekannt, die seit mindestens 10 Jahren in Sammlungen liegen. EF Die vorderen Signaturen Flagler, Rockefeller und Bostwick sind rasterentwertet und mit roter Tinte strichentwertet.
EF Rarität!
Ausruf: DM 18.000,-
Zuschlag DM 18.000,-




EDISON PHONOGRAPH WORKS

EDISON PHONOGRAPH WORKS

T.A. Edison Chrales Edison Unterschrift Charsles Edison

EDISON PHONOGRAPH WORKS

Zertifikat über 5 shares; New Jersey, 29. Februar 1916; # 137; Farbe: orange/ weiß; Maße: 14,7 X 26; Kleine Adler-Vignette am unterm Rand;
Originalunterschrift von Thomas Alva Edison (1847-1931) als President und rückseitig von Charles Edison (1890-1969) ! Entwertet; Feinperforierung über der Unterschrift T.A. Edisons.

Edison, Erfinder und Unternehmer, ging in die Geschichte ein als absolute Größe in der Kombination Erfindung und Vermarktung der geschaffenen Produkte. Zu nennen sind hier die Glühbirne und der Phonograph, der Bau des 1. Elektrizitätswerkes der Welt in New York, die Laufbildkamera und der Kinofilm. Als technischer Autodidakt entwickelte er über 2000 Geräte und Verfahren bis zur Patentreife. Bereits neunjährig begann er mit naturwissenschaftlichen Experimenten.
Charles Edison trat 1914 in das Unternehmen des Vaters ein und bekleidete bereits 1916 Aufsichtsratsposten in den meisten der Edison'schen Unternehmungen. 1933 wechselte er in die Politik und war zeitweise amerikanischer Marineminister. Als Kurator war er in vielen wohltätigen Verbänden tätig. EF-VF

Ausruf: DM 3.400,-
Zuschlag DM 3.600,-



CHICAGO, ST. LOUIS AND PITTSBURGH RAIL ROAD COMPANY

CHICAGO, ST. LOUIS AND PITTSBURGH RAIL ROAD COMPANY Unterschrift Meyer Guggenheim

Meyer Guggenheim und seine 7 Söhne

CHICAGO, ST. LOUIS AND PITTSBURGH RAIL ROAD COMPANY

Pref. Stock über Shs. 100 # 2330; 14. März 1890 Druck: American Bank Note New York. Die Ges. wurde 1883 incorporiert.
Originalunterschrift rückseitig: Meyer Guggenheim ( 1828 - 1905)

Meyer Guggenheim, Gründer der amerikanischen Familie "Guggenheim", wurde 1828 in Lengau/Schweiz geboren. Mitte des 19. Jahrhunderts emigrierte er in die USA. Er besaß weder Kapital noch hatte er einflußreiche Freunde oder Verwandte, die ihm einen schnellen Aufstieg ermöglichten. Vielmehr begann er seine Karriere als Hausierer in den Kohlenrevieren Pennsylvaniens, wo er Spitzen, Schuhriemen und Ofenschwärze an die Bergmannsfrauen verkaufte.
Seine erste Firma gründete er zur Produktion einer Lauge, die es Hausfrauen ermöglichte, Seife selber herzustellen. Die Pennsylvania Salt Companie verklagte ihn daraufhin wegen Patentverletzung. Guggenheim gewann den Prozeß, gab das Geschäft aber gegen eine Entschädigung von $ 150.000 auf. Meyer heiratet seine Stiefschwester Barbara Guggenheim, mit der er elf Kinder hatte - davon acht Söhne, von denen einer starb. Die Söhne waren für ihn die Zukunft, sie sollten es einmal weiter bringen. Guggenheim ließ die ihm verbliebenen sieben Söhne schon früh im Hinblick auf ihren späteren Beruf ausbilden. Sie kamen als Lehrlinge in die Spitzenbranche, wobei er die drei jüngsten - Daniel, Murry und Salomon - nach St. Gallen in das Spitzenzentrum der Schweiz, schickte, damit sie gleichzeitig die deutsche Sprache und Spitzenfabrikation erlernen konnten.
Für die vier älteren gründete er 1881 die Firma Guggenheim und Söhne. Meyer selbst arbeitete nicht mehr mit, hatte aber stets ein wachsames Auge auf das Geschäft. Er hatte inzwischen durch geschickte Spekulationen mit Eisenbahnpapieren an der Börse aus dem Anlagekapital von $ 84.000 einen Erlös von $ 400.000 erhalten. Im Gegensatz zu anderen Börsenspekulanten hörte er auf und steckte einen Teil dieses Geldes in die Erschließung zweier überfluteter Silberminen, der Minni und der A.Y., die in Colorado lagen. An diesen Mienen hatte er sich mit 5.000 $ zu 50% beteiligt.
Anfangs schien der Erfolg auf sich warten zu lassen, eine weitere Investition von 25.000 Dollar wurde nötig. Von diesem Geld wurde eine Pumpe, allerlei Arbeitsgerät und die Löhne der Arbeiter bezahlt. Durch den Streik der Arbeiter war Guggenheim gezwungen, für eine erneute Entwässerung weitere 50.000 $ aufzubringen. Danach begann sich die Mienen endlich zu rentieren. Sie stellten sich als die ergiebigsten Silbergruben der gesamten Rocky Mountains heraus. Es heißt, die Ausbeute aus beiden Minen haben 1887 etwa 9 Mio. Unzen Silber und 86 Tonnen Blei betragen, in den Folgejahren sei ein Reingewinn von 1.383 Tds Dollar erzielt worden. Nach 1890 habe man die Miene auf fast 150 Mio. geschätzt.
Nach einer anfänglichen Ausbeute von sehr reinem Metall änderte sich bald die Beschaffenheit der Erze, so daß es nötig wurde, sie in eine Schmelzerei zu bringen. Aufgrund der hohen Rechnungen kam Guggenheim zu dem Schluß, ein Mienenbesitzer müsse auch ein Schmelzwerk haben. Für diese Vorhaben beorderte er nun seine Söhne nach New York und ließ sie ihr Spitzengeschäft aufgeben. Die Brüder erhielten eine weitere Ausbildung im Bereich Bergbau, Schmelzen und Wirtschaft. Sohn Daniel wurde sein engster Mitarbeiter. Die Philadelphia Smelting & Refining Company nahm 1889 die Arbeit auf. Alle sieben Söhne erhielten den gleichen Aktienanteil. Der Alte stellte ihnen das Kapital zur Verfügung und nahm dafür fünf Prozent. Das Stammkapital war auf anderthalb Millionen festgesetzt und jeder Cent gehörte Guggenheim. Nachdem der Kongreß 1890 die beschloß das Unternehmen, von nun an in Mexiko zu schmelzen. Die Guggenheims gründeten 1892 die Ges. Great National Mexican Smelter Company und bereits ein Jahr später waren alle Kosten der Konzession und des Baus abgedeckt. Das Familienunternehmen besaß nun in zwei Ländern einen Konzern, der den Weg vom Abbau bis zum reinen Silber, Kupfer oder Blei lückenlos umfaßte. 1896 Einfuhr des billigen mexikanischen Silbers verbot, daß bisher auch zu einem großen Bestandteil in Guggenheim-Schmelzerei verarbeitet worden war, begann sich Henry H. Rogers, der den von T. Lawson erfolgreich gestarteten Kupfertrust Amalgated aufgebaut hatte, für die wachsenden Schmelzunternehmen der Guggenheims zu interessieren. Seine Idee war ein Zusammenschluß der Silber und Bleischmelzerei zu einer Monopolgesellschaft. Dies setzte er zusammen mit den Brüdern Lewison in die Tat um. Sie fanden außer bei den Guggenheims, überall ein offenes Ohr und gründeten 1899 die American Smelting & Refining Company. Um die Angriffe des mächtigen Roger Trust, hinter dem Rockefeller-Geld stand, zu überleben, gründete Daniel Guggenheim eine Erschließungs-Gesellschaft, die Guggenheim-Exloration Company. Sie sollte jede ertragreiche Miene in Mexico, den USA, Alaska und Kanada ausfindig machen , sie erwerben und sie so an die Schmelzerei der Guggenheims zu binden. Durch dieses Unternehmen und der Tatsache, daß die größte Schmelzereien des Roger Trust streikten, war es den Guggenheims möglich, die Produktion weiter zu steigern und die Preise des Trust zu unterbieten. Bereits zwei Jahre nach der Gründung war die American Smelting & Refining Company so geschwächt, daß er die Majorität an die Guggenheims abtrat. Für 45,2 Mio. Dollar in American Smelter Aktien überschrieben die Guggenheims dem Trust ihre sämtlichen Unternehmungen, ausgenommen die Mienen in Colorado und Mexico sowie die Exploratin Company und wurden somit die unbestrittenen Herren des Trust. Benjamin und William Guggenheim hatten in der Zwischenzeit aus verschiedenen Gründen mit den Brüdern gebrochen. Benjamin übernahm die Leitung der" International Steam Pump" und blieb dort, bis er 1912 mit der Titanic unterging. William widmete sich nach einer erzwungenen Scheidung der Philantrophie.
Meyer Guggenheim starb 1905 im Alter von 78 Jahren, in dem glücklichen Bewußtsein, wenigstens fünf seiner Söhne als Multimillionäre zu hinterlassen. Sein eigenes Vermögen betrug mehr als zwei Millionen Dollar.
Eine Institution in der Kunstwelt ist das von Sohn Salomon ( Salomon R. Guggenheim Foundation ) initiierte und von dem Architekten F. L. Wright von 1956-1959 errichtete Guggenheim-Museum für Moderne Kunst in New York
Die Originalunterschrift von Meyer Guggenheim auf Aktien zahlt mit Recht zu den ganz großen Raritäten, die unser Sammelgebiet kennt.

Ausruf: DM 15.000,-
Zuschlag DM
20.000


zurück zum Seitenanfang




Sollten Sie Fragen haben, beantworten wir Ihnen diese auch gerne am Telefon, rufen Sie an.



Auktions- und Handelshaus Tschöpe
gegründet 1978

Historische Wertpapiere und Finanzdokumente

Bruchweg 8,    D - 41564 Kaarst

Telefon (49) 02131/602756 + 604814 - Telefax (49) 02131/667949 - Mobil: 0171/2068386

E-Mail: info@tschoepe.de


zurück zum Seitenanfang
zurück zur Homepage
zurück zu Auktion
 

Webmaster@tschoepe.de