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Telefon (49) 02131/602756
+ 604814 Ÿ Telefax (49) 02131/667949
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47. Auktion Historischer Wertpapiere und
Finanzdokumente
5. Mai 2001, 14:00 Uhr in Düsseldorf, Renaissance Hotel
Besichtigung der Lose ab 11:00 Uhr
zur Versteigerung gelangten rund 850 historische Wertpapiere
und Finanzdokumente.
(für große Abbildungen bitte auf die Bilder klicken)
Die Auktion war sehr erfolgreich, herzlichen Dank für Ihre Teilnahme.
Aus dem Inhalt:
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Sonderteil I:
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bei Komplettabnahme: Tax DM 880.000 / Ausruf DM 355.000
Taxen/Ausrufe nach Ländern; Taxen /Ausrufe nach Einzelstücken
hier
Erläuterungen zum Ablauf der Auktion
Description of the proceedings of the auction
Währungsrechner
hier / Currency
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Auktion
47 Teil II
Zum Aufruf kamen rund 350 Historische Wertpapiere aus vielen Branchen und Ländern, u.a. eine Filmsammlung mit vielen, interessanten Aktien und Anleihen, national und international sortiert, aus der Frühzeit des Kintop; Autographenpapiere mehr dazu hier |
Erhaltungshinweise (international)
| UNC | = UNICIRCULATED (ausgabefrisch, sauber, glatt) |
| EF | = EXTREMELY FINE (kleine Faltspuren oder geringe Flecken) |
| VF | = VERY FINE (Umlaufspuren, jedoch das Druckbild unbeschädigt) |
| F | = FINE (Faltspuren oder kleine Einrisse) |
| VG | = VERY GOOD (starke Umlaufspuren, evtl. Fehlstücke an Ecken und Rändern) |
| G | = GOOD (Wie VG, jedoch evtl. fehlende Stücke im Druckbild) |
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Sonderteil I:
Versteigerung der Aktiensammlung |
dokumentiert und abgebildet in dem 1994 vom Verlag Wirtschaft
Finanzen und herausgegebenen Buch:
"Aufbruch auf Aktien"
Quelle: Verlag Wirtschaft und Finanzen, Verlagsgruppe Handelsblatt
"Aufbruch auf Aktien" ist das erste Buch, das in breiter Form die Entwicklung der Aktiengesellschaften von ihrer Frühzeit bis zu ihrer modernen Ausprägung in den Ländern England, Irland, Frankreich, Belgien und Luxemburg darstellt. Anhand ausgewählter und oft äußerst seltener Aktien und Anleihen werden die frühen Spielarten des Wertpapieres bis zum modernen Aktienzertifikat exellent beschrieben und in Farbe abgebildet, vorgestellt. Das großformatige Buch enthält mehr als 500 Aktien und Anleihen aus den Ländern, die den Fernhandel und die Industrialisierung als erste durch Anteilscheine finanzierten, und macht deutlich, wie die Welt durch die Aktie ein neues Gesicht bekam. In der Finanzpresse wurde dem Werk hohe Aufmerksamkeit geschenkt, u.a. berichteten das Capital, die Welt am Sonntag, die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, Die Welt, DM und die Wirtschaftswoche.
| Buchbestellungen richten Sie bitte an: Auktionshaus Reinhild Tschöpe, Bruchweg 8, D 41564 Kaarst Tel: 02131-602756 FAX: 02131-667949 Preis incl. MwSt: DM 360,- |
Zum Aufruf gelangt der gesamte Inhalt dieses Werkes, hier nun einige Beispiele
aus den verschiedenen Ländern, die genaue Aufstellung mit Ausrufpreis, Erhaltungs-
und Größenangaben der einzelnen Exponate finden Sie im Katalog
zum Download und im Losverzeichnis.
Aus England u.a.:
ausführliche Infos zu England hier
* der Teil England wurde komplett zugeschlagen für DM
117.000
Erläuterungen zum Nachverkauf England finden Sie auf der Startseite
| Die East India Company - Begründerin des britischen Weltreichs | Die South Sea Company - eine Seifenblase | LIPTON LIMITED | ||
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EAST INDIA, Aktie über £ 668, ausgegeben am 23. Mai 1795, Los Nr. 10 |
SOUTH SEA COMPANY Aktie über £ 200 vom 30. Nov 1729;
Los Nr. 11 |
LIPTON LIMITED
Los Nr. 99 |
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| mehr dazu hier | mehr dazu hier | mehr dazu hier |
| VICKERS LIMITED | THE FINANCIAL TIMES | LIVERPOOL FOOTBALL | ||
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VICKERS LIMITED
Los Nr. 65 |
THE FINANCIAL TIMES LIMITED
Los Nr. 90 |
THE LIVERPOOL FOOTBALL & ATHLETIC GROUNDS COMPANY LIMITED Los Nr. 101 |
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| mehr dazu hier | mehr dazu hier | mehr dazu hier |
Aus Irland, z.B.
ausführliche Infos zu Irland hier
| MINING COMPANY OF IRELAND |
ARTHUR GUINNESS SON & CO. LIMITED |
ELECTRIC TELEGRAPH COMPANY | ||
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MINING COMPANY OF IRELAND Los Nr. 112 |
ARTHUR GUINNESS SON & CO. LIMITED Los Nr. 118 |
Aktienzertifikat über 5 shares vom 2. Juli 1852; # 12356 - 12360; Farbe: schwarz/ weiß;
Los Nr. 113 |
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Aus Frankreich u.a.
ausführliche Infos zu Frankreich hier
| JACQUES OFFENBACH |
MOULIN - ROUGE |
DIE FREIMAURERAKTIE VON BOUCHER | ||
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SOCIÉTÉ EN COMMANDITE PAR ACTIONS THÉATRE
DE LA GAITÉ Los Nr. 317 |
MOULIN - ROUGE MUSIC - HALL ET BAL
|
DIE FREIMAURER_AKTIE VON BOUCHER S.A. DE LA FRANC-MACONNERIE BORDELAISE
Los Nr. 371 |
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| COMPAGNIE DES INDES |
BANQUE DES CHEMINS DE FER |
SOCIETE IMMOBILIERE DU BOULEVARD HAUSSMANN | ||
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COMPAGNIE DES INDES Los Nr. 123 |
BANQUE DES CHEMINS DE FER
Los Nr. 140 |
SOCIETE IMMOBILIERE DU BOULEVARD HAUSSMANN
Los Nr. 151 |
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| GLACIÈRES DU RHONE E. Stier-Friedrich & Cie |
ÉTABLISSEMENTS ÉMILE MULLER & CIE |
COMPAGNIE DE CAUDRY-APPRÊTS | ||
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GLACIÈRES DU RHONE E. Stier-Friedrich & Cie
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ÉTABLISSEMENTS ÉMILE MULLER & CIE
Los Nr. 189 |
COMPAGNIE DE CAUDRY-APPRÊTS Los Nr. 192 |
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SOCIÉTÉ FRANCAISE DU VACUUM CLEANER |
CIE. FRANCAISE DU GAZ DE BEAUSOLEIL |
MESSAGERIES FLUVIALES DE FRANCE |
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SOCIÉTÉ FRANCAISE DU VACUUM CLEANER
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CIE. FRANCAISE DU GAZ DE BEAUSOLEIL
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MESSAGERIES FLUVIALES DE FRANCE Los Nr. 224 |
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| COMPAGNIE GÉNÉRALE GROS CAMIONAGE DE PARIS |
SOCIÉTÉ DES MOTEURS CYCLONE S.A. |
PARIS-FRANCE | ||
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COMPAGNIE GÉNÉRALE GROS CAMIONAGE DE PARIS
Los Nr. 233 |
SOCIÉTÉ DES MOTEURS CYCLONE S.A. Los Nr. 271 |
PARIS-FRANCE
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| mehr dazu hier | mehr dazu hier | mehr dazu hier |
Aus Belgien u.a.
ausführliche Infos zu Belgien hier
| HORTUS |
BANQUE D' OUTREMER |
GRAND MAGASINS A L'INNOVATION SOCIETE ANONYME | ||
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HORTUS SOCIETE COOPERATIVE CIE HORTICOLE DE GENVAL
ET EXTENSION Die "Hortus" - ein Druckgraphisches Meisterwerk
des Art Nouveau Los Nr. 517 |
BANQUE D' OUTREMER
Los Nr. 452 |
GRAND MAGASINS A L'INNOVATION SOCIETE ANONYME
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| SOCIETE ANONYME JOHN COCKERILL A SERAING 6 A LIEGE |
KEISERLIJCKE INDISCHE COMPAGNIE |
S.A. HAUTS FORNEAUX ET LAMINOIRS DE MONTIGNY SUR SAMBRE | ||
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SOCIETE ANONYME JOHN COCKERILL A SERAING 6 A LIEGE Los Nr. 393 |
KEISERLIJCKE INDISCHE COMPAGNIE
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S.A. HAUTS FORNEAUX ET LAMINOIRS DE MONTIGNY SUR SAMBRE
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| mehr dazu hier | mehr dazu hier | mehr dazu hier |
Aus Luxemburg u.a.:
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INTERNATIONALE BANK IN LUXEMBURG |
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Internationale Bank in Luxemburg Aktie über frcs. 250; # 11401; 1. Januar 1859; Farbe: schwarz/
weiß/ rot; Maße: 23 X 21: VF Los Nr. 535 |
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Auktion 47 Teil II |
Zum Aufruf kamen rund 350 Historische
Wertpapiere aus vielen Branchen und Ländern,
Autographenaktien
und äußerst seltene russische Wertpapiere runden dieses Angebot ab.
eine kleine Vorschau
Friedrich II., der Große, errichtete 1770 den Bodenkredit und schuf
den Pfandbrief.
Die sogenannten Ledernen Briefe, Vorläufer des heutigen Pfandbriefes
waren neben fünf weiteren Landschaften und neben ausländischen Papieren
die ersten, die zur Eröffnung der Berliner Börse im Jahre 1803 gehandelt
wurden.
SCHLESISCHE LANDSCHAFT
SCHLESISCHE LANDSCHAFT
STANDES -HERRSCHAFTEN DER FÜRSTENTHÜMER BRESLAU, BRIEG, TRACHENBERG
3,5% Privilegierter Pfandbrief über 100 Reichsthaler Courant a 14 Rtlhr.
per Marck feingerechnet # 15; Breslau, 24. Mai 1772; Farbe: beige, schwarz;
Maße: 19,4 X 32,2; VF Druck auf Tierhaut. Steuerstempel; rechtsseitig
und rückseitig Zinsstempel zu Johanni und Weihnachten1897.
Originalunterschriften der Herzogl. Curland Freylandes herrl. Wartenberg
Regierung, u.a. Guttmann, Marzin, des weiteren des Direktors der Landschaft
G. Sv. Drost, von Garnier etc.
Die Schlesische Landschaft ist das älteste Kreditinstitut ihrer Art. Sie
wurde von Friedrich II. der Große, durch Kabinettsorder am 15. Juni 1770
erichtet und bestand ursprünglich aus 9 autonomen Körperschaften,
den sogenannten Fürstenthumlandschaften, deren Benennung und Geschäftsbereiche
ehemaligen Fürstentümern nachgebildet war. An der Spitze stand für
die landschaftliche Gesamtheit die Schlesische Generaldirektion als Zentralverwaltungsbehörde.
Die Fürstentumlandschaften wurden durch preußisches Gesetz vom 12.November
1933 mit Wirkung vom 1. Februar 1934 aufgelöst und ihre Vermögen auf
die landschaftliche Gesamtheit, die Schlesische Landschaft, übertragen.
Dieser hier angebotenen Pfandbrief zählt neben einem weiteren bekannten
Zertifikat zu den ältesten, bekannten Pfandbriefen.
Rarität!!!
Ausruf: DM 13.000,-
Zuschlag DM 13.000,-
VERSICHERUNGS BANK DES DEUTSCHEN HANDELSSTANDES
(GOTHAER FEUERVERSICHERUNGSBANK)

VERSICHERUNGS BANK DES DEUTSCHEN HANDELSSTANDES
(GOTHAER FEUERVERSICHERUNGSBANK)
Versicherungs- und Actien-Schein über 1.600 Thaler im 20 Thaler fuße;
# 15305; Gotha, 27. August 1825; Farbe: beige, schwarz; Maße: 35
X 22,5; Fachmännisch restauriert, vor allem am rechten unteren Rand. VF
Gründeraktie des heutigen Gothaer Versicherungs-Konzerns, errichtet
1820 von Ernst Wilhelm Arnoldi (der in der Fachliteratur auch als Vater des
deutschen Versicherungswesens bezeichnet wird.
Eingetragen auf den Kaufmann Johann Fr. Freygang in Penig.
Originalunterschriften: Direktors W. Madelung, als Bevollmächtigter zeichnete
der Erfurter Kaufmann Adolph Nagel
Ernst Wilhelm Arnoldi (1778-1841), Sohn eines Gothaer Kolonialwarenhändlers,
erlernte des Kaufmannsberuf in Hamburg. Als sein Vater starb, übernahm
er das elterliche Geschäft.
Arnoldi lebte und wirkte in einer Zeit der schweren wirtschaftlichen Krise und
der Verarmung Deutschlands nach den Befreiungskriegen. Englische Getreidezölle
von 1815 lösten eine Absatzkrise aus, Landwirtschaft, Gewerbe und Handel
waren schwer betroffen. Hinzu kam die Zerrissenheit des Bundesgebietes mit 38
willkürlichen Zollgrenzen und ein in kleinsten Einheiten verschiedenes
Münz- und Gewichtssystem.
In all diese Probleme griff Arnoldi mit Weitblick ein, erweiterte in seiner
Funktion als Kramermeister der Gothaer Kaufmannsinnung die Zunft zu einem "
Verein der kaufmännischen Innungshalle", gründete 1818 die erste
deutsche Handelsschule und 1820 die Feuerversicherungsbank des deutschen Handelsstandes,
auf dem Grundsatz der Öffentlichkeit und Gegenseitigkeit, bei der jeder
Versicherte auch gleichzeitig als Aktionär anzusehen ist, und als eine
ganz Deutschland umfassende Nationalanstalt mit der Aufgabe: " die deutschen
Brüder von der Zinspflicht gegen Engländer und Franzosen zu befreien,
als eine Gemeinschaft von Freunden in der Not und des gemeinsamen Vaterlandes".
Mit einem Grundkapital von 2.800.000 Taler begann die Gothaer Feuerversicherungsbank
am 1. Januar 1821 ihre Tätigkeit. Bereits im April 1821 betrug die Versicherungssumme
5,0 Mio. Taler. Nach Ablauf des ersten Jahres konnte den Aktionären 31%
der Prämien zurückerstattet werden. Die Bank prosperierte und ab dem
1. Januar 1825 konnten nicht nur Kaufleute, sondern Personen aller Stände
beitreten, so daß sich die Bank ab 1831 auch "Feuerversicherungsbank
für Deutschland" nannte.
Am 18. Juli 1822 verkündete der Bankvorstand, daß der Begründer
Ernst Wilhelm Arnoldi infolge längerer Krankheit und der daraus entstandenen
Anhäufung seines Berufsgeschäftes) die Direktion der Bank niederlegt.
Zum Vorstandsdirigenten wurde der Kaufmann Johann Wilhelm Stoltz aus Erfuhrt
gewählt, Friedrich Christoph Wilhelm Madelung zum neuen Bankdirektor.
Arnoldi trug sich dann bereits ab 1823 mit dem Gedanken zur Errichtung einer
Lebensversicherungsbank für Deutschland. Diese wurde am 9. Juli 1927 durch
Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha concessioniert.
Unikat!
Erstmalig angeboten aus Privatbesitz ,
der älteste bekannte Anteilschein der Gothaer Feuerversicherungsbank auf
Gegenseitigkeit stammt aus dem Jahre 1921.
Ausruf: DM 8.500,-
DEUTSCH-AMERIKANISCHER BERGWERKS-VEREIN ZU ELBERFELD
DEUTSCH-AMERIKANISCHER BERGWERKS-VEREIN ZU ELBERFELD
Aktie über Tlr. 500 Pr.Crt.; # ; Elberfeld, 1. Januar 1826; Farbe: weiß,
schwarz; Maße: 27x42 cm. EF
Originalunterschriften des Gründungsdirektoriums, den Elberfelder Kaufleuten
Heinrich Kamp, J. Chr. Jung und P. E. Peill sowie den Barmer Kaufleuten Wilhelm
Wittenstein und Cramer-Wuppermann, wobei Heinrich Kamp ( ein Freund von Jakob
Aders u. Fritz Harkort sowie anderen bedeutenden Männern jener Zeit ) für
die ersten sechs Monate zum Präsidenten gewählt wurde.
Von diesen Elberfelder und Barmer Kaufleuten - Statuierung vom 25. August 1924
- wurde die Gesellschaft als erste Aktiengesellschaft des Metallbergbaus und
der Metallindustrie in Preußen mit einem Grundkapital von Tlr. 200.000
gegründet, eine AG, die sehr bedeutungsvoll war und im Mittelpunkt des
allgemeinen Interesses stand, weil sie vom nationalen Standpunkt aus als ein
sehr nützliches Unternehmen angesehen wurde.
Der D.A.B.V. verdankt sein Entstehen nicht zuletzt dem offensichtlichen Bedürfnis
nach Edelmetallen zu Währungszwecken Preußens. Da diesem Unternehmen
bedeutende Kapitalien anvertraut worden waren und die Geldgeber glaubten, mit
Hilfe der überlegenen europäischen Technik in Mexiko (Betrieb von
Silber- und Goldminen etc.) ungeahnte Gewinne machen zu können, hat der
Fehlschlag, den die Gesellschaft erbrachte, dem Ansehen der Aktiengesellschaft
schlechthin auf lange Sicht hinaus sehr geschadet.
Dazu trug sicherlich auch die Rheinisch-Westindische Compagnie bei, die - am
17. Juli 1821 konstituiert - , von Elberfelder Kaufleuten zwecks Handel auf
überseeischen Märkten ins Leben gerufen - jahrelang mit Verlust arbeitete
und 1834 liquidiert wurde. Harkort sagte seinerseits, gleich nachdem die ersten
Verluste bekannt wurden, man solle das Geld lieber im Lande lassen und für
die Erschließung des rheinisch-westfälischen Kohlereviers verwenden.
Ausruf: DM 12.500,-
Zuschlag DM 15.000,-
OBERHOHNDORFER SCHADER STEINKOHLENBAU-VEREIN
OBERHOHNDORFER SCHADER STEINKOHLENBAU-VEREIN
Aktie über Tlr. 90 im 14 Thaler Fusse; # 1543; Oberhohndorf, 27. Juni 1860;
Farbe: siehe Farbtafel; Maße: 34 X 43.
Gründeraktie! Unterschrift des Aufsichtsrates Friedrich August Kästner.
Zu den großen Bergwerksgründungen in und um Zwickau gehören
neben dem Zwickau-Leipziger-, dem Zwickau- Oberhohndorfer- und dem Oberhohndorfer
Forst auch der Oberhohndorfer-Schader Steinkohlenbau-Verein. Das 37 ha umfassende
Gelände lag im Oberhohndorfer und Zwickauer Flur. Im Gegensatz zu den meisten
anderen sächsischen Bergwerksunternehmungen war es zehntenfrei. Gegründet
wurde der Verein in den Jahren 1855/57 mit einem Kapital von nur 388260 Talern,
von denen bis 1860 erst 85% eingezahlt waren.
Rarität!
Ausruf DM 8.500,-
Zuschlag DM 10.000,-
ELB-AMERIKANISCHE COMPAGNIE
ELB-AMERIKANISCHE COMPAGNIE
Aktie über 500 Thaler in Pr. Cour. nach dem Münßfuße von
1764 # 693; Leipzig, 2. Januar 1825; Farbe; beige, schwarz; Maße: 17,5
X 36; anhängender Couponbogen; Trockensiegel; Wasserzeichen am linken Rand;
Rahmen im Historismusstil; Originalunterschriften der Direktion; EF
Gründeremission!
Leipzig besaß das Messeprivileg, d.h. alle Waren, die Leipzig passierten,
mußten für "drei Sonnen" (3 Tage) in Leipzig zum Verkauf
angeboten werden. Dies galt auch für alle waren, die auf der Elbe transportiert
wurden, da ein ca. 8 km langes Stück der Elbe zu Leipzig gehörte.
Die wichtigsten Handelshäuser besaßen Elbschiffe, die Waren von Hamburg
nach Böhmen transportierten.
Am 1. Juli 1824 schlossen sich einige Handelshäuser zur Elb-Amerikanischen
Compagnie zusammen. Zweck der Compagnie war die direkte Versendung deutscher
Fabrikate und Kunsterzeugnisse nach Amerika und deren Absatz daselbst. Die Gründer
waren die Handelsherren Bassenge, Hower, Leuner, Schürmann und Stavenhagen.
Das Grundkapital wurde auf Tlr. 75.000, eingeteilt in 150 Aktien zu jr Tlr 500,
festgelegt. Zur Zeichnung traf man sich ab Juli 1924 im Handelshaus Bassenge.
Das Grundkapital war in kurzer Zeit überzeichnet und wurde dem Bedarf entsprechend
erhöht. Die Gesellschaft schaffte mehrere Elbschiffe und zwei Hochseeschiffe
an. Eine schwierige, wechselvolle Zeit begann. Nach dem Verlust der Hochseeschiffe
und mangelnder Geschäftsführung in Amerika ging dieses Unternehmen
bereits 1836 in Konkurs und wurde wenig später liquidiert.
Zu jener Zeit gab es in Deutschland noch die "Rheinisch-Westindische Compagnie,
1821 in Elberfeld gegründet mit dem Zweck, Handel in Übersee bzw.
Mexico zu treiben. Auch diese Gesellschaft mußte, u.a. wegen politischer
Unruhen in Mexico u. mangelnder Geschäftsführung 1832 in Konkurs treten.
Weit spektakulärer jedoch war der Konkurs des Deutsch-Amerikanischen Bergwerk-Vereins
( siehe Branche Bergbau) , gegründet 1824, der 1832 mit hohen Verlusten
endete. Rarität!
Ausruf: DM : 12.500,-
SCHLESISCHE ACTIEN-GESELLSCHAFT FÜR BERGBAU UND ZINKHÜTTEN-BETRIEB
SCHLESISCHE ACTIEN-GESELLSCHAFT FÜR BERGBAU UND ZINKHÜTTEN-BETRIEB
Aktie über Thaler 100; #4720; Breslau, den 1. November 1853; Farbe: beige,
schwarz; Maße: 22 X 31,2;
Gründeraktie! Originalunterschrift: Graf August von Morny
(1811-1865), Sohn von Königin Hortense von Holland, Halbbruder Napoleons
III., Führer des Staatsstreiches von 1851, durch den Napoleon auf den Thron
kam; Staatsmann, Großindustrieller, Mitbegründer des Credit Mobilier,
Präsident zahlreicher europäischer Eisenbahn-, Bergwerks- und Hüttengesellschaften.
Die Originalunterschrift Graf Morneys auf diesem Zertifikat, der in seiner Funktion
als Generaldirektor zeichnete, sowie die geringe Verfügbarkeit der Zertifikate
und die sehr gute Erhaltung machen diese Aktie, die ursprünglich aus der
Sammlung Denecke stammt, zur Rarität! EF
Ausruf: DM 7.500,-
Zuschlag DM 8.000,-
Film- und Telekommunikation
UNIVERSUM-FILM AKTIENGESELLSCHAFT IN BERLIN
UNIVERSUM-FILM AKTIENGESELLSCHAFT IN BERLIN
Aktie über M 1000; Berlin, im Dezember 1921; Blankettstück; Farbe:
braun/ beige/ schwarz; Maße: 27 X 36; Trockensiegel;
Die Ufa wurde am 18. Dezember 1917 mit einem Grundkapital von 25 Mio Mark gegründet.
Zweck des Unternehmens war der Betrieb aller Zweige des Filmgeschäftes,
insbesondere der Filmfabrikation. Sämtliche ausgegebenen Aktien wurden
1927 umgetauscht.
Größte Rarität unter den deutschen Filmaktien. Dieses
Stück fehlt selbst im Ufa-Archiv. VF
Ausruf: DM 2.500,-
JOHN HAGENBECK FILM AKTIENGESELLSCHAFT ZU BERLIN
JOHN HAGENBECK FILM AKTIENGESELLSCHAFT ZU BERLIN
Gründeraktie über M 1000; Berlin, 15. November 1921; # 1521; Farbe:
blau/ beige/ schwarz; Maße: 33 X 26; Löwen- und Tigerkopf im Unterdruck;
dabei: Werbung für Hagenbeck Filme im Terra-Theater;
Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 15. November 1921 gegründet
und am 30. Dezember erstmalig geändert. Das Grundkapital betrug 7 Mio.
Papiermark und erhöhte sich während der Inflation auf 20,5 Mio. Papiermark..
Das entsprach einem Goldwert nach der "LBB"-Umrechnungstabelle von
RM 139.470. Laut Goldmark-Eröffnungsbilanz wurde das Kapital auf 25.000
RM umgestellt. Gegenstand des Unternehmens war die Fabrikation, der Verleih
und Vertrieb von Filmen. Am 25. August 1925 wurde die Liquidation der Gesellschaft
beschlossen, sie wurde am 8.November 1928 im Handelsregister gelöscht.
; EF
Rarität!! Nur dieses Stück bekannt!
Ausruf: DM 900,-
Zuschlag DM 900,-
ANTENNE 1 - S.A. DE TELEVISION PRIVATE
ANTENNE 1 - S.A. DE TELEVISION PRIVATE
Aktie über frcs. 100; Paris, 1. März 1983; # 417; Farbe: rot/ blau/
grün/ weiß; Maße: 23,5 X 29,5; Aktie ist auf Kunststoff - Folie
gedruckt.
Unterschrift: Kiki Picasso, Pseudonym für: Christian Chapiron.!
Ein Dokument aus der Anfangszeit der europäischen privaten Fernsehens,
als dies in den verschiedenen Ländern aufgrund Lizenzverweigerungen noch
unmöglich war. Die Sender befanden sich auf Schiffen außerhalb der
Dreimeilen-Zone.
Das Gesellschaftskapital betrug 100.000 Francs; begeben wurden 1000 Aktien je
100 Francs.
UNC EF+
Rarität!!
Ausruf: DM 1.200,-
SOCIETA ANONIMA DEL TELEGRAFO PANTOGRAFICO CASELLI
SOCIETA ANONIMA DEL TELEGRAFO PANTOGRAFICO CASELLI
Aktie über Franchi 100; Tocano, 30. Januar 1857; # 87; Farbe: schwarz/
beige; Maße: 15 X 26,5; EF-VF
Originalunterschrift Giovanni Caselli, Erfinder des ersten Telegrafen!
Der Priester und Physiker Giovanni Caselli (geboren 1815 in Sienna) nutzte für
seine Erfindung des Telegrafen-Pantografen den 1635 von dem Jesuiten Christoph
Schreiner erfundenen Pantografen. Auf linearem Wege konnten durch Stromimpulse
die Bewegungen des pendelnd aufgehängten Pantografenarmes vom Sendegerät
in die "Ausgabeeinheit" des Empfängergerätes übertragen
werden, wo dann eine perfekte Kopie des Originals erschien. Das erste "Telefaxgerät"
war geboren!
Zeichnungen und Texte konnten so übertragen werden. Die Maschine erreichte
allerdings mit seinem gußeisernen Gehäuse eine Höhe von fast
2 Metern! Auf der ersten Gewerbeausstellung in Florenz 1861 wurde sie zum ersten
Mal gezeigt und ihre Funktionsfähigkeit demonstriert durch Verbindung mit
einer zweiten, in Livorno aufgestellten Maschine. Eines dieser Geräte wurde
vor einigen Jahren wieder entdeckt und ist heute im "Conservatoir des Art
de Metier" in Paris zu besichtigen. Dort hatte auch die erste kommerzielle
Nutzung der Geräte stattgefunden. Installationen standen in Paris, Marseille
und Amiens. Auch in England (London, Liverpool), Rußland, wo sie bis 1880
in Gebrauch waren und wahrscheinlich auch in China wurde der Telegraf-Pantograf
aufgestellt. Eine Verbindung von Europa über Afrika nach Amerika ist auf
der Aktie in der Weltkugel-Vignette dargestellt, blieb aber wohl ein Wunschtraum.
Wegen der immensen Installations- und Betriebskosten blieb es aber ein exklusives
System für wenige Handelsfirmen, Börsenmaklern und Bankiers. Zudem
war die Übertragungsgeschwindigkeit sehr langsam. Der Zeigertelegraph,
obwohl mit wesentlich eingeschränkteren Übertragungsmöglichkeiten
verdrängte den Telegrafen-Pantografen schließlich völlig VF
Äußerst selten!!
Ausruf: DM: 1.250,-
Zuschlag DM 1.250
DER BEGINN DES EISENBAHNBAUS IN EUROPA
K.K. PRIV. PRAGER EISENBAHNGESELLSCHAFT
K.K. PRIV. PRAGER EISENBAHNGESELLSCHAFT
Aktie über Gulden 200; #387; Prag, den 31. Mai 1828; Farbe: beige, schwarz;
Maße: 27,1 X 39,6;
Nicht nur Moldau und Donau sollten mittels einer Eisenbahnlinie verbunden
werden, auch die Moldau mit dem westlichen Böhmen, dem Verkehrsknotenpunkt
Pilsen, Schnittpunkt dreier "Reichskommerzialstrassen". Die böhmischen
Stände traten sehr für dieses Projekt ein und man einigte sich. Die
Endstelle befand sich nächst dem Prager Sandtor. Bis April 1831 - ein Jahr
nach Eröffnung der Liverpool & Manchester Railway - war die Strecke
etwa 60 Kilometer weit nach Westen vorgedrungen und endete bei der Holzstation
der fürstlich Fürstenbergischen Waldungen in der Nähe von Lana.
Zeitgenössischen Berichten zufolge war diese Strecke nur mangelhaft ausgeführt
und wies viele scharfe Kurven und unangenehme Steigungen auf. Der Verkehr entsprach
daher keineswegs den Erwartungen. Die Einnahmen blieben dürftig. So kam
es 1834 zum ersten Konkurs einer österreichischen Eisenbahngesellschaft.
Fürst Egon Karl Fürstenberg - zum Nutzen seiner Ländereien hätte
die Bahn errichtet werden sollen - erwarb sie mit allem Inventar bei einer Versteigerung
zum Bruchteil ihres wahren Wertes. Allerdings verpachtete er sie sofort wieder,
stellte aber zur Bedingung, sie fertigzustellen. Die vorhandene Strecke wurde
um ca. 5 km verlängert und im Jahre 1838 der Ort Klicava erreicht. In der
Folge fuhr täglich ein mit Holz beladener Zug Richtung Prag und kehrte
leer zurück. Da die Bahn durch schwach besiedeltes Gebiet fuhr, dachte
man nicht daran, einen Personenverkehr einzurichten. Schließlich erreichte
Fürst Fürstenberg im Jahre 1839, nachdem er abermals die Betriebs-Verpflichtungen
übernommen hatte, die Enthebung von der Verpflichtung des Weiterausbaus,
der Verkehr wurde eingestellt.
Jahrzehntelang schlummerte die Bahn nun still in den böhmischen Wäldern,
bis die Trasse von der Buschtiehrader Eisenbahn übernommen, ausgebaut und
zu neuem Leben erweckt wurde.
Rarität! Die Gesellschaft baute und betrieb eine der frühesten
Eisenbahnlinien des europäischen Kontinents.
Älteste, bekannte europäische Eisenbahnaktie des europäischen Kontinents!
Ausruf: DM 16.000,-
ÖSTERREICHISCH-ÜBERSEEISCHE HANDELS-GESELLSCHAFT
ÖSTERREICHISCH-ÜBERSEEISCHE HANDELS-GESELLSCHAFT
Aktie über Gulden Ö.W. 500,-; #1618; Wien, den 24. September 1887;
Farbe: beige, hellblau, braun, schwarz;
Maße: 24,9 X 34,6; Gründerstück !
Das Aktienkapital war in fl. 509.000, begeben in 1018 Aktien zu je fl 500,
eingeteilt. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung mußten die
Verwaltungsräte der Gesellschaft Vorschüsse leisten in Höhe von
fl. 671.525. Zusätzlich wurde im Verein mit einer beteiligten Amsterdamer
Firma ein Garantiefond von fl. 950.000 geschaffen.
Dem 1892 aufgelegten Geschäftsbericht war dann zu entnehmen, daß
die Gesellschaft durch ein großes, frauduloses Falliment an der Ostküste
Mexicos , durch das rapide Fallen des Silbercurses, durch den Preissturz aller
Colonialprodukte und die dadurch hervorgerufene Handelskrise in den vier indischen
Niederlassungen so schwere Verluste erwirtschaftet wurden, daß sich die
Notwendigkeit ergab, die Geschäfte seit Beginn des 1892 einzuschränken.
Nun wurde das Augenmerk vor allem auf die Abwicklung der mittlerweile auf fl3,5
Mio. angewachsenen Verbindlichkeiten gelenkt mit dem Versuch, die beteiligten
österreichischen Industriellen schadlos zu halten. Nach Bilanzabschluß
wurde der verbleibende Verlust von fl 937.000 mit den Reserven abgedeckt und
im Anschluß die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. Geblieben sind
wenige als 10 Aktienzertifikate als Zeitzeugen dieser Gesellschaft, die sehr
farbenfroh und detailliert den Unternehmenszweck darstellen.
Äußerst selten! VF
Ausruf: DM 4.800,-
MONTE NON VACIBILE DEL SALE DELLA CITTA DI FIRENCE
MONTE NON VACIBILE DEL SALE DELLA CITTA DI FIRENCE
Schuldverschreibung vom 11. August 1712 , Gesetz von 1645, 3 Vignetten: links
und rechts oben je drei Brotlaibe, rechts schraffiert, in der Mitte größeres
Wappen der Medici, wobei die re. abgebildeten drei Kugeln dunkel hinterlegt
sind, Druck auf Tierhaut, Papiersiegel, Farbe: weiß, schwarz; Maße:
19X26. EF Originalunterschriften.
Rarität!
Ausruf: DM 2.400,-
Die Montes (lat. Berge) waren im Mittelalter Italiens Staatsanleihen; die Bezeichnung
wurde auch verwendet für Gesellschaften, die die Emission solcher Anleihen
oft gegen Steuereinnahmen als Pfand durchführten und aus den erzielten
Gewinnen Kredite gewährten (z.B. die "Casa di San Georgio in Genua,
gegr. 1408). Die kirchlichen Monte (pietatis) dienten u.a. der Bekämpfung
des Zinswuchers; sie gaben gegen Pfand Notleidenden Geld und Naturalkredite;
einerseits waren die Ges. Vorläufer der Leihanstalten, andererseits aber
entwickelten sie sich zu richtigen Leihbanken - die erste in Deutschland war
die 1498 gegr. Wechselbank in Nürnberg -. Die Entstehung der Monti Toscana,
vom Klerus ins Leben gerufen, gehen zurück bis in das 15. Jahrhundert.
Ende des 17. Jahrhunderts gab es im Großfürstentum Toscana vier Monti:
Monti di Pieta, Monte Nuovo del Sale, Monte Sussidio Vacabile und Monte Comune.
Die ursprünglichen Pfandleihhäuser wandelten sich immer mehr zu
Banken. 1624, unter Ferdinand II de Medici, wurde ein grundlegender Struktur-
und Namenswechsel eingeführt. Aus dem Monte di Pieta wurde der Monte non
vacabile del Paschi della Cita e Stato di Siena, eine reguläre Bank. Die
Betriebsmittel wurden durch die Ausgabe von "luoghi di monte", eine
Art Diskontwechsel oder Obligation, beschafft. Diese Namens-Kreditpapiere wurden
als "Non vacabile" bezeichnet, wenn sie übertrag- und einlösbar
waren, als "vacabile", wenn erst nach dem Tode des Gläubigers
fällig, aber dafür mit einem höheren Zinssatz ausgestattet. Im
18. Jahrhundert erhöhte sich anfänglich die Zahl der Monti. Um die
ausufernde Schuldenwirtschaft der öffentlichen Hand Toscanas besser zu
kontrollieren und einzudämmen, wurden im Jahre 1746 alle Monti zu einem
einzigen vereint mit Ausnahmen desjenigen von Pieta, der erst 1781 einbezogen
wurde.
Das Geschlecht der Medici ging aus den Zünften hervor. Der Name Medici
deutet auf die Zunft der Ärzte, was auch im Wappen der Familie in Form
von 6 Kugeln (Pillen) dargestellt wurde. Die Handels- und Bankiersfamilie erreichte
unter Cosimo de Medici ihre erste große Blütezeit. Er machte Florenz
zu einem wohlhabenden Wirtschaftszentrum und einer berühmten Kunststadt.
Unter dem Enkel Cosimos, Lorenzo de Medici (il Magnifico) verlagerte sich der
traditionelle finanzgeschäftliche Schwerpunkt des Geschlechts auf kulturelle
und politische Aktivitäten.oder durch falsche oder unvorsichtige Dispositionen
soviel Substanz verloren, daß ihr Überleben in Gefahr gewesen wäre.
Diese Frühform der Finanzierungs- und Geldbeschaffung diente " Friedrich
dem Großen" als Vorlage für den 1769 per Dekret erlassenen Bodenkredit
über die Ausgabe von Pfandbriefen, die ebenso wie die Monti, auf Tierhaut
gefertigt wurden.
LA COMPANIA REAL DE TOLEDO UNIDA A LA DE EXTRAMDURA
LA COMPANIA REAL DE TOLEDO UNIDA A LA DE EXTRAMDURA
Aktie über Reales de Vellon 3.000 # 79; Ciudad de Toledo, 15. April 1748;
Farbe: beige, schwarz; Kupferstich auf Tierhaut; Maße: 30 X 42;
Bedeutendes Dokument der Wirtschaftsgeschichte des 18. Jahrhunderts!
Die beiden in dieser Emission vereinigten Gesellschaften Toledo und Extremadura
waren kurz vor der Jahrhundertmitte gegründet worden. Die Toledo-Extremadura
war zunächst eine Handelsgesellschaft (Waffen, Wolle, Gold- und Silberstoffe).
Um die Gründung der Maulbeerbaumplantagen zur Seidengewinnung zu finanzieren,
wurden neue Aktien begeben. Die Gesellschaft fand während der französischen
Revolution ihr Ende, da zu dieser Zeit für Luxusgegenstände keine
Nachfrage mehr war. EF, sehr gut erhaltenes papiergedecktes Siegel, handschriftliche
Eintragungen und zahlreiche Originalunterschriften.
Äußerst selten!
Ausruf: DM 3.800,-; Zuschlag 3.800,-
ERSTE HOLZVERKLEINERUNGS-ANSTALT
ERSTE HOLZVERKLEINERUNGS-ANSTALT
Aktienurkunde; # 79; Folio 15 (Ca fol 3) Wien, den 15. März 1824; Farbe:
beige, schwarz; Maße: 26,9 X 42,5;
Eingetragen auf seine Exzellenz Ferdinand Graf Palffy "oder jeder rechtmäßige
Inhaber dieser Urkunde hat im Grunde der geleisteten statutenmäßigen
Einlage Folio 15 Ca fol 3 auf welche nie eine Zuzahlung statt haben kann, Theil
zu nehmen an allen Rechten, welche der Gesellschaftsvertrag des Phorus die Erste
Holzverkleinerungs-Anstalt vom 7. Bzw. 9. Jänner 1924 den Actionaeren zusichert."
Wien, 15. März 1824; Originalunterschriften Ferdinand Graf Palffy sowie
zwei weitere Originalunterschriften. Große Vignette mit der gebauten Anlage
leicht gebräuntes, stärkeres Papier, Wasserzeichen.
Es handelt sich hier um die älteste, bisher öffentlich aufgerufene
österr. Industrieaktie!
Unikat!
Ausruf: DM 9.500,-
DEUTSCHE DAMPFSCHIFFAHRTS-GESELLSCHAFT "HANSA" ASIATISCHE LINIE
DEUTSCHE DAMPFSCHIFFAHRTS-GESELLSCHAFT "HANSA" ASIATISCHE LINIE
Aktie über M 1.000 # ...Blankett; Bremen, im November 1889; Farbe: hellblau,
blau, rosè, braun, beige; Maße: 35x 25; Kps. + Talon; EF -Gründeraktie!
Kurz, nachdem der Bremer Senat den Beschluß gefaßt hatte, die Weserkorrektion
nach den Plänen Ludwig Franzius und den Bau eines Bremer Seehafens in Angriff
zu nehmen, gründeten mehrere Bremer Überseekaufleute am 3. Dezember
1881 die, deren Firmenlogo die Flagge unter den damaligen Reichsfarben schwarz,
weiß rot und mit dem schwarzen Hanseatenkreuz im weißen Feld wurde.
Hiermit beabsichtigte der Überseekaufmann Christoph Papendieck, dessen
Faksimile-Unterschrift als Aufsichtsratsvorsitzender auf der Aktie zu finden
ist, und die übrigen Teilnehmer, neben der Einrichtung neuer innereuropäischer
Schiffahrtslinien mit dem Aufbau einer regelmäßigen Dampferverbindung
nach Indien zu beginnen. Zweck war die Erschließung neuer Märkte
für Baumwolle, Reis und Jute.
Um sich von der englischen Dominanz zu befreien, bzw. einen direkten Handel
ohne Londoner Zwischenstufe anfangen zu können, wurde 1888 die "Asiatische
Linie" als Schwesterunternehmen der DDG "Hansa" gegründet.
Den Liniendienst, der zunächst über Colombo die Ostküste Indiens
bis hinauf nach Kalkutta befahren wurde, nahm Anfang 1889 der Dampfer "Drachenfels"
die Fahrt auf und begründete eine Namenstradition, die bis 1980 Bestand
haben sollte, nämlich das alle Schiffe im Innendienst mit der Endung Fels
benannt wurden.
Trotz massiven Widerstands der British India Steam Navigation Co und der Peninsular
& Oriental Steamship Company (P&O), die mit Hilfe von Preisdumping versuchten,
den kleinen Newcomer kleinzukriegen, entwickelte sich die "Asiatische Linie"
- wie sie fortan genannt wurde ? erfolgreich. Für sie waren bereits ein
Jahr später fünf weitere Schiffe in Fahrt.
Sechs Jahre lang fuhren diese Schiffe außerhalb des Stammunternehmens
regelmäßig bis Kalkutta. 1894 fusionierte die "Asiatische Linie"
mit dem Mutterhaus, das durch die Einrichtung einer eigenen indischen Linie
nach Karachi und Bombay selbst festgestellt hatte, wie ausbaufähig und
lukrativ
der indische Markt war.
Diese Indienlienien entwickelten sich zum Rückgrat der DDG "Hansa",
die zur Jahrhundertwende als einzige deutsche Indienreederei eine Tonnage von
116633 BRT aufbieten konnte und die 40 Seedampfer in Fahrt hatte. Nach glücklicher
Vollendung der Weserkorrektur konnte Bremen selbst in den Liniendienst einbezogen
werden, der bis dahin ausschließlich von Hamburg mit Zwischenhalten in
Antwerpen und verschiedene englischen Häfen betrieben wurde. Der Erste
Weltkrieg unterbrach die globale Entwicklung der "DDG Hansa", die
1914 67 Schiffe in Fahrt und 13 weitere im Bau hatte.
Von den 431467 BRT, womit die Bremer Reederei weltweit einen der vorderen Plätze
einnahm, verblieben 1919 nach dem Versailler Vertrag nur ein Schiff mit 1121
BRT. Die Auslandsbesitzungen gingen ebenfalls verloren, an eine Handel mit Indien
gar war gar nicht zu denken.
Während der Zwischenkriegszeit glückte der Gesellschaft ein gelungener
Neuaufbau, ab 1922 etablierte sich die Reederei mit regelmäßigen
Linien
in den Persischen Golf zur Arabischen Halbinsel sowie nach dem Iran und Irak.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges allerdings stand die Reederei wieder einmal
vor dem Nichts, ohne Tonnage, ohne Auslandsniederlassungen und ohne Reedereigebäude.
Erst im Dezember 1950 nahm das Hansa-Schiff MS "Axenfels" erneut den
Liniendienst nach Indien und in den Persischen Golf auf. Und wieder gelang es
der Reederei, den Liniendienst auszubauen, gute Gewinne einzufahren, 1975 sogar
in das bis dahin abgeriegelte Rotchina.
Erst das Auf und Ab der Weltwirtschaft Ende der 1970er Jahre (Treibstoffkosten
und hoher $- Kurs u.a.) zwangen die Reederei,. im 99. Jahr ihres Bestehens den
Vergleich anzumelden. Für den Schiffsstandort Bremen und dessen Ruf im
asiatischen Raum war dies ein herber Verlust.
Unikat!
Ausruf: DM 2.800,-
Zuschlag DM 2.900,-
Die erste Eisenbahn in Deutschland fuhr von Nürnberg nach
Fürth
KÖNIGLICH PRIVILEGIERTE LUDWIGS - EISENBAHN - GESELLSCHAFT
KÖNIGLICH PRIVILEGIERTE LUDWIGS - EISENBAHN - GESELLSCHAFT
Inhaberaktie über Fl. 100 # 599; Nürnberg, 31. Juli 1869; Ersatzanfertigung der Gründeraktie von 1835. Farbe: weiß/blau; Maße: 38 x 23.
Die Gesellschaft erhielt die Konzession zum Bau einer Eisenbahn von Nürnberg
nach Fürth im Februar 1834; im Dezember 1835 war der 6 km lange Schienenstrang
verlegt. Zehn Jahre nach der Fahrt Stephensons mit seiner Locomotion fand am
7.12.1835 die erste Eisenbahnfahrt in Deutschland statt. 200 Personen machten
die 9 minütige Fahrt von Nürnberg nach Führt mit, dabei waren
viele Aktionäre sowie Scharrer, der Schöpfer der Bahn und Platner,
der Initiator des Ludwigs-Eisenbahn-Projekts. Aus England entsandte Stephenson
seinen Lokomotivführer Wilson in Frack und Zylinder. Auch der Adler, die
legendäre erste deutsche Lokomotive, war eine Entwicklung Stephensons.
Danach begann die stürmische Entwicklung des Eisenbahnzeitalters in Deutschland.
Es wurden 1.770 Aktien zu je Fl. 100,- begeben. VF
Selten!
Ausruf: DM 900,-
Zuschlag DM 900,-
ZOOLOGISCHE GESELLSCHAFT IN HAMBURG
ZOOLOGISCHE GESELLSCHAFT IN HAMBURG
Aktie über Bco. 500 # 110; Hamburg 11.Juni 1860; Farbe: schwarz, beige; Maße: 23,5 X 30 ; - Eingetragen auf Herrn J.H.N. Bostelmann, Originalsignaturen rückseitig: Prof. Dr. J. Vosseler, als Präsident zeichnete H. A. Meyer, als Vicepräsident Dr. C. Schwartze.
Die Zoologische Gesellschaft wurde von namhaften Bürgern 1860 in Hamburg
gegründet. Die Eröffnung erfolgte 1863. Das ursprüngliche Kapital
belief sich auf Schilling 915.000 Banco, begeben in Namens-Aktien zu je Schilling
375 und personellen Aktien zu je Schilling 250 Banco. Die Stadt stellte ein
Gelände am Dammtor in der Stadt Hamburg zur Verfügung. 1864 wurden
zur Finanzierung weiterer Ausbauarbeiten weitere Aktien begeben, die auf Schilling
500,- Banco lauteten. Der Zoo zählte wegen seiner großzügigen
Anlagen und seines reichen Tierbestandes lange zu den bedeutendsten Zoos in
Deutschland. Erst mit der Eröffnung des Hagenbecker Tierpark wurde die
Konkurrenz so groß, daß sich die Haltung des Zoos am Dammtor nicht
mehr rentierte; Ende 1930 wurde er geschlossen.
Die Aktien garantierten den Familien seinerzeit freien Eintritt in den zoologischen
Garten und wurden per Auslosung zu pari zurückgezahlt, wobei die Eintrittsfreiheit
auf Lebenszeit galt. Das hier offerierte Stück trägt rückseitig
weitere Indossamente der Familie Bostelmann bis 1909. Provenienz: Ursprünglich
Sammlung Denecke, abgebildet und ausführlich beschrieben in Buch von Manfred
Denecke, Deutsche Wirtschafts- und Finanzgeschichte aus der Sicht eines Sammlers,
HP-Verlag AG 1994. VF, kleiner Einriss am unteren Rand rückseitig hinterlegt.
Äußerst selten!
Ausruf: DM 6.500,-
Zuschlag DM 7.200,-
Autographenpapiere
BANCO NACIONAL DE CUBA
BANCO NACIONAL DE CUBA
Emission de "Bonos del Instituts Nacional de Ahorro y Vivienda, 1959-1979"
4,5% Bond (Certificado Provisional) über $ 300,000.00M.N.,
La Habana, 1. Mai 1963; Farbe: orange/ schwarz/ weiß; Maße: 28 X
35;
Originalunterschrift:
"Che" Guevara Serna, Ernesto,
argeninisch-kubanischer Revolutionär (1928 - 1967)
in seiner Funktion als Präsident der Banco National de Cuba.
"Che" ist kein Name, sondern eine in Argentinien gebräuchliche
Redewendung, die soviel heißt wie "hör mal!" oder "paß
auf!". Daß die kubanischen Partisanen dem jungen Argentinier diesen
Namen gaben, ist typisch für das, was der am 14. Juni 1928 in Rosario/
Argentinien geborene Ernesto Guevara Serna für die kubanische Freiheitsbewegung
war.
Dem ehemaligen Arzt und späteren Vorkämpfer für den lateinamerikanischen
Marxismus gaben die Kubaner als dem Erklärendem, Aufmunternden und Vorwärtstreibenden
den ihnen unbekannten Ausdruck als Spitznamen zurück.
"El Che" hat diesen Namen behalten, als kämpfender Lehrer der
Bewegung und des ganzen Volkes.
Guevara schloß sich 1955 in Mexiko mit dem damals 28jährigen Fidel
Castro zusammen und gehörte zu der kleinen Gruppe, die im Dezember 1956
mit der Yacht "Granma" in Cuba landete.
Nur Fiedel und Raul Castro, Guevara und neun andere überlebten die Landung,
die an die Batista-Truppen verraten worden war. Drei Jahre später leitete
Che eine der beiden Stoßtruppen, die siegreich auf Havanna marschierten.
Nach dem Sieg der Revolution und dem Sturz von Staatspräsident Fulgencio
Batista, war Che Guevara von 1959-61 Präsident der kubanischen Nationalbank
und anschließend Industrieminister.
Nach einem Kongoeinsatz wollte er ab 1966 mit der Mobilisierung der indianischen
Landbevölkerung den Umsturz in Bolivien herbeiführen; er wurde dabei
von Regierungstruppen gefangen genommen und am 9. Oktober 1967 in Higueras/
Bolivien erschossen.
Guevara verfaßt unter anderem ein Handbuch des Guerillakrieges ("Guerilla-Theorie
und Methode", dt. 1968). Er selbst wurde zur Symbolfigur der revolutionären
Jugend in der westlichen Welt und in Lateinamerika. EF-, Lochentwertung, Stempelaufdruck
cancelled.
Vor kurzem wurden weniger als 10 Exemplare entdeckt, erstmalig auf einer
Auktion, Rarität
Ausruf: DM 18.000,-
STANDARD OIL TRUST
STANDARD OIL TRUST
Zertifikat über 1.000 Shares zu je US$ 100,-; #166; New York, den 5. April
1882; Farbe: beige, hellgrün, grün, grau, schwarz; Maße: 19,5
X 29,3; Eingetragen auf und 2X im Original unterschrieben von William Rockefeller
(1841-1922), unentwertet auf dem Stub und rückseitig , Originalunterschrift
als President von John D. Rockefeller (1839-1937), Jabez A. Bostwick als
Treasurer und 2x Henry M. Flagler, als Secretary entwertet und rückseitig
unentwertet. Diese Aktie ist am Gründungstag des "Trustes", dem
5. April 1882, ausgegeben worden und verbrieft die die Umschreibung eines Anteils
von William Rockefeller an der ehemaligen Standard Oil of Ohio. Es handelt sich
hier um eine echte Gründeraktie. Von dieser Kombination der drei wichtigsten
Standard Oil Persönlichkeiten auf einer Standard Oil Trust - Gründeraktie
sind nur etwa sechs Exemplare bekannt, die seit mindestens 10 Jahren in Sammlungen
liegen. EF Die vorderen Signaturen Flagler, Rockefeller und Bostwick sind rasterentwertet
und mit roter Tinte strichentwertet.
EF Rarität!
Ausruf: DM 18.000,-
Zuschlag DM 18.000,-
EDISON PHONOGRAPH WORKS
EDISON PHONOGRAPH WORKS
Zertifikat über 5 shares; New Jersey, 29. Februar 1916; # 137; Farbe:
orange/ weiß; Maße: 14,7 X 26; Kleine Adler-Vignette am unterm Rand;
Originalunterschrift von Thomas Alva Edison (1847-1931) als President
und rückseitig von Charles Edison (1890-1969) ! Entwertet; Feinperforierung
über der Unterschrift T.A. Edisons.
Edison, Erfinder und Unternehmer, ging in die Geschichte ein als absolute Größe
in der Kombination Erfindung und Vermarktung der geschaffenen Produkte. Zu nennen
sind hier die Glühbirne und der Phonograph, der Bau des 1. Elektrizitätswerkes
der Welt in New York, die Laufbildkamera und der Kinofilm. Als technischer Autodidakt
entwickelte er über 2000 Geräte und Verfahren bis zur Patentreife.
Bereits neunjährig begann er mit naturwissenschaftlichen Experimenten.
Charles Edison trat 1914 in das Unternehmen des Vaters ein und bekleidete bereits
1916 Aufsichtsratsposten in den meisten der Edison'schen Unternehmungen. 1933
wechselte er in die Politik und war zeitweise amerikanischer Marineminister.
Als Kurator war er in vielen wohltätigen Verbänden tätig. EF-VF
Ausruf: DM 3.400,-
Zuschlag DM 3.600,-
CHICAGO, ST. LOUIS AND PITTSBURGH RAIL ROAD COMPANY
CHICAGO, ST. LOUIS AND PITTSBURGH RAIL ROAD COMPANY
Pref. Stock über Shs. 100 # 2330; 14. März 1890 Druck: American Bank
Note New York. Die Ges. wurde 1883 incorporiert.
Originalunterschrift rückseitig: Meyer Guggenheim ( 1828 - 1905)
Meyer Guggenheim, Gründer der amerikanischen Familie "Guggenheim",
wurde 1828 in Lengau/Schweiz geboren. Mitte des 19. Jahrhunderts emigrierte
er in die USA. Er besaß weder Kapital noch hatte er einflußreiche
Freunde oder Verwandte, die ihm einen schnellen Aufstieg ermöglichten.
Vielmehr begann er seine Karriere als Hausierer in den Kohlenrevieren Pennsylvaniens,
wo er Spitzen, Schuhriemen und Ofenschwärze an die Bergmannsfrauen verkaufte.
Seine erste Firma gründete er zur Produktion einer Lauge, die es Hausfrauen
ermöglichte, Seife selber herzustellen. Die Pennsylvania Salt Companie
verklagte ihn daraufhin wegen Patentverletzung. Guggenheim gewann den Prozeß,
gab das Geschäft aber gegen eine Entschädigung von $ 150.000 auf.
Meyer heiratet seine Stiefschwester Barbara Guggenheim, mit der er elf Kinder
hatte - davon acht Söhne, von denen einer starb. Die Söhne waren für
ihn die Zukunft, sie sollten es einmal weiter bringen. Guggenheim ließ
die ihm verbliebenen sieben Söhne schon früh im Hinblick auf ihren
späteren Beruf ausbilden. Sie kamen als Lehrlinge in die Spitzenbranche,
wobei er die drei jüngsten - Daniel, Murry und Salomon - nach St. Gallen
in das Spitzenzentrum der Schweiz, schickte, damit sie gleichzeitig die deutsche
Sprache und Spitzenfabrikation erlernen konnten.
Für die vier älteren gründete er 1881 die Firma Guggenheim und
Söhne. Meyer selbst arbeitete nicht mehr mit, hatte aber stets ein wachsames
Auge auf das Geschäft. Er hatte inzwischen durch geschickte Spekulationen
mit Eisenbahnpapieren an der Börse aus dem Anlagekapital von $ 84.000 einen
Erlös von $ 400.000 erhalten. Im Gegensatz zu anderen Börsenspekulanten
hörte er auf und steckte einen Teil dieses Geldes in die Erschließung
zweier überfluteter Silberminen, der Minni und der A.Y., die in Colorado
lagen. An diesen Mienen hatte er sich mit 5.000 $ zu 50% beteiligt.
Anfangs schien der Erfolg auf sich warten zu lassen, eine weitere Investition
von 25.000 Dollar wurde nötig. Von diesem Geld wurde eine Pumpe, allerlei
Arbeitsgerät und die Löhne der Arbeiter bezahlt. Durch den Streik
der Arbeiter war Guggenheim gezwungen, für eine erneute Entwässerung
weitere 50.000 $ aufzubringen. Danach begann sich die Mienen endlich zu rentieren.
Sie stellten sich als die ergiebigsten Silbergruben der gesamten Rocky Mountains
heraus. Es heißt, die Ausbeute aus beiden Minen haben 1887 etwa 9 Mio.
Unzen Silber und 86 Tonnen Blei betragen, in den Folgejahren sei ein Reingewinn
von 1.383 Tds Dollar erzielt worden. Nach 1890 habe man die Miene auf fast 150
Mio. geschätzt.
Nach einer anfänglichen Ausbeute von sehr reinem Metall änderte sich
bald die Beschaffenheit der Erze, so daß es nötig wurde, sie in eine
Schmelzerei zu bringen. Aufgrund der hohen Rechnungen kam Guggenheim zu dem
Schluß, ein Mienenbesitzer müsse auch ein Schmelzwerk haben. Für
diese Vorhaben beorderte er nun seine Söhne nach New York und ließ
sie ihr Spitzengeschäft aufgeben. Die Brüder erhielten eine weitere
Ausbildung im Bereich Bergbau, Schmelzen und Wirtschaft. Sohn Daniel wurde sein
engster Mitarbeiter. Die Philadelphia Smelting & Refining Company nahm 1889
die Arbeit auf. Alle sieben Söhne erhielten den gleichen Aktienanteil.
Der Alte stellte ihnen das Kapital zur Verfügung und nahm dafür fünf
Prozent. Das Stammkapital war auf anderthalb Millionen festgesetzt und jeder
Cent gehörte Guggenheim. Nachdem der Kongreß 1890 die beschloß
das Unternehmen, von nun an in Mexiko zu schmelzen. Die Guggenheims gründeten
1892 die Ges. Great National Mexican Smelter Company und bereits ein Jahr später
waren alle Kosten der Konzession und des Baus abgedeckt. Das Familienunternehmen
besaß nun in zwei Ländern einen Konzern, der den Weg vom Abbau bis
zum reinen Silber, Kupfer oder Blei lückenlos umfaßte. 1896 Einfuhr
des billigen mexikanischen Silbers verbot, daß bisher auch zu einem großen
Bestandteil in Guggenheim-Schmelzerei verarbeitet worden war, begann sich Henry
H. Rogers, der den von T. Lawson erfolgreich gestarteten Kupfertrust Amalgated
aufgebaut hatte, für die wachsenden Schmelzunternehmen der Guggenheims
zu interessieren. Seine Idee war ein Zusammenschluß der Silber und Bleischmelzerei
zu einer Monopolgesellschaft. Dies setzte er zusammen mit den Brüdern Lewison
in die Tat um. Sie fanden außer bei den Guggenheims, überall ein
offenes Ohr und gründeten 1899 die American Smelting & Refining Company.
Um die Angriffe des mächtigen Roger Trust, hinter dem Rockefeller-Geld
stand, zu überleben, gründete Daniel Guggenheim eine Erschließungs-Gesellschaft,
die Guggenheim-Exloration Company. Sie sollte jede ertragreiche Miene in Mexico,
den USA, Alaska und Kanada ausfindig machen , sie erwerben und sie so an die
Schmelzerei der Guggenheims zu binden. Durch dieses Unternehmen und der Tatsache,
daß die größte Schmelzereien des Roger Trust streikten, war
es den Guggenheims möglich, die Produktion weiter zu steigern und die Preise
des Trust zu unterbieten. Bereits zwei Jahre nach der Gründung war die
American Smelting & Refining Company so geschwächt, daß er die
Majorität an die Guggenheims abtrat. Für 45,2 Mio. Dollar in American
Smelter Aktien überschrieben die Guggenheims dem Trust ihre sämtlichen
Unternehmungen, ausgenommen die Mienen in Colorado und Mexico sowie die Exploratin
Company und wurden somit die unbestrittenen Herren des Trust. Benjamin und William
Guggenheim hatten in der Zwischenzeit aus verschiedenen Gründen mit den
Brüdern gebrochen. Benjamin übernahm die Leitung der" International
Steam Pump" und blieb dort, bis er 1912 mit der Titanic unterging. William
widmete sich nach einer erzwungenen Scheidung der Philantrophie.
Meyer Guggenheim starb 1905 im Alter von 78 Jahren, in dem glücklichen
Bewußtsein, wenigstens fünf seiner Söhne als Multimillionäre
zu hinterlassen. Sein eigenes Vermögen betrug mehr als zwei Millionen Dollar.
Eine Institution in der Kunstwelt ist das von Sohn Salomon ( Salomon R. Guggenheim
Foundation ) initiierte und von dem Architekten F. L. Wright von 1956-1959 errichtete
Guggenheim-Museum für Moderne Kunst in New York
Die Originalunterschrift von Meyer Guggenheim auf Aktien zahlt mit Recht
zu den ganz großen Raritäten, die unser Sammelgebiet kennt.
Ausruf: DM 15.000,-
Zuschlag DM 20.000
Sollten Sie Fragen haben, beantworten wir
Ihnen diese auch gerne am Telefon, rufen Sie an.
Auktions- und Handelshaus Tschöpe
gegründet 1978
Historische Wertpapiere und Finanzdokumente
Bruchweg 8, D - 41564 Kaarst
Telefon (49) 02131/602756 + 604814 - Telefax
(49) 02131/667949 - Mobil: 0171/2068386
E-Mail: info@tschoepe.de